Kölner Sporthochschule: E-Sportler leben ungesund

eSports - Profi Sport am Computer Aktuelle Stunde 17.01.2019 02:13 Min. UT Verfügbar bis 17.01.2020 WDR Von Alexander Klein

Kölner Sporthochschule: E-Sportler leben ungesund

Von Celina de Cuveland

  • Forscher haben 1.200 E-Sportler untersucht
  • Die Ergebnisse sind alarmierend
  • Sportler ernähren sich schlecht und schlafen wenig

Die meisten professionellen Computer- und Videospieler sind körperlich nicht fit. Das hat die Deutsche Sporthochschule Köln in einer neuen Studie herausgefunden und am Donnerstag (17.01.2019) veröffentlicht. Ein Forscherteam der Deutschen Sporthochschule hatte 1.200 sogenannte E-Sportler befragt.

E-Sportler sitzen einfach zu viel

Die Ergebnisse der Studie sind erschütternd laut Experten. Die meisten E-Sportler seien leicht übergewichtig, ernährten sich schlecht und schlafen schlecht. "Die Spieler spielen auch einfach zu viel", sagt Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. "Sie sitzen 25 Stunden vor der Konsole jede Woche und arbeiten dazu meist auch noch in Vollzeit. Da bleibt kaum Zeit für Bewegung oder gar richtigen Sport."

Fitness bleibt auf der Strecke

Deutsche Sporthochschule Köln untersuchte Gesundheit von E-Sportlern

Forscherteam zu Studienergebnissen

Nur knapp die Hälfte der befragten Spieler hat angegeben, ausreichend Sport zu machen. Das heißt, mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche. Dabei hätten inzwischen schon viele Profi-Sportler erkannt, dass sie mit körperlicher Fitness auch ihre Leistung im Spiel steigern können. Nur fehle es einfach an festen Trainingsplänen, sagt Froböse.

Öfter Pause machen

Die Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln halten einen festen Trainingsplan für sinnvoll, bei dem Pausen eine wichtige Rolle spielen. Ausdauertraining wie Laufen oder Schwimmen wäre sinnvoll. Deutschlandweit gibt es nach Angaben der Deutschen Sporthochschule Köln mehrere zehntausend Computer- und Videospieler, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen.


Stand: 17.01.2019, 15:47

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