Arbeitsgericht urteilt im Streit um Karnevalszeit

Kellner trägt leere Gläser in einem Kölsch-Kranz weg.

Arbeitsgericht urteilt im Streit um Karnevalszeit

  • Streit um Arbeitszeugnis
  • Richter definieren "Karnevalszeit"
  • Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch

Jetzt ist es amtlich: Die Kölner Karnevalszeit dauert von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch. Das hat das Kölner Arbeitsgericht festgestellt. Nach Angaben des Gerichts vom Montag (25.02.2019) geht die Entscheidung auf die Klage einer Kellnerin zurück.

Diese hatte am Freitag und am Samstag nach Weiberfastnacht gearbeitet. In ihrem Zeugnis wollte sie vermerkt haben, dass sie auch "in der Karnevalszeit" gekellnert hatte. Der Arbeitgeber vertrat jedoch die Ansicht, Freitag und der Samstag gehörten nicht zur Karnevalszeit.

Kein Zweifel an der Auslegung

Dem widersprach jetzt das Gericht und gab der Klägerin recht. Zwar sei die Karnevalszeit nicht genau definiert, befanden die Richter. Im Rheinland und insbesondere im Kölner Raum bestehe aber kein Zweifel an der Auslegung des Begriffs.

Während mit dem Wort "Karnevalstage" vielleicht nur Weiberfastnacht, Rosenmontag und Aschermittwoch gemeint sein könnten, beziehe sich "Karnevalszeit" eindeutig auf die gesamte Zeitspanne von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch. Die Arbeitsbelastung in der Gastronomie sei in dieser Zeit besonders hoch, deshalb könne dies auch im Zeugnis vermerkt werden.

Aktenzeichen 19 Ca 3743/18

Ganz Köln steht kopf – Mega-Event Rosenmontagszug Heimatflimmern 22.02.2019 44:01 Min. UT AD Verfügbar bis 22.02.2020 WDR Von Oliver Schwabe

Stand: 25.02.2019, 17:38

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