Gerda-Henkel-Preis für Historiker Mbembe

Achille Mbembe

Gerda-Henkel-Preis für Historiker Mbembe

  • Gerda-Henkel-Preis für Achille Mbembe
  • Auszeichnung mit 100.000 Euro dotiert
  • 134 Nominierungen eingegangen

Der kamerunische Historiker und Politikwissenschaftler Achille Mbembe ist am Montagabend (08.10.2018) mit dem Gerda-Henkel-Preis 2018 geehrt worden. Die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung würdige Mbembes Arbeiten zur postkolonialen Theorie, teilte die Gerda-Henkel-Stiftung in Düsseldorf mit.

Insgesamt waren für den Preis 134 Nominierungen aus 36 Ländern eingegangen. "Dass die Wahl auf Achille Mbembe gefallen ist, zeigt, dass auf dem afrikanischen Kontinent exzellente wissenschaftliche Arbeit geleistet wird", erklärte der Stiftungsvorsitzende Michael Hanssler. Mbembe lehrt am Wits Institute for Social and Economic Research der University of the Witwatersrand im südafrikanischen Johannesburg.

In der Begründung der Jury hieß es, der 61-Jährige zähle zu den international führenden Vertretern der postkolonialen Theorie und gehöre zu den wenigen aus Afrika stammenden und auch in Afrika wirkenden Wissenschaftlern, die sich auf diesem hochaktuellen Forschungsgebiet profiliert hätten. Als einer der "anregendsten Denker Afrikas" habe er sich ein weltweites Renommee verschafft. Seine auch ins Deutsche übersetzten wissenschaftlichen Bücher behandeln Zusammenhänge zwischen Kolonialismus, Rassismus und Kapitalismus.

Achille Mbembe erhält Gerda-Henkel-Preis

WDR 3 Resonanzen 08.10.2018 08:24 Min. Verfügbar bis 08.10.2019 WDR 3

Die Gerda-Henkel-Stiftung, die sich der Förderung der Wissenschaft verschrieben hat, verleiht den Preis zum siebten Mal. 2017 hatte die britische Historikerin und Luther-Biografin Lyndal Roper die Auszeichnung erhalten.

Stand: 08.10.2018, 19:00