Geldern: Banküberfall nach fast 20 Jahren geklärt

Schwarzweißaufnahme: Vergrößerung eines Fingerabdrucks.

Geldern: Banküberfall nach fast 20 Jahren geklärt

Kurz vor der Verjährung wurden einem Mann aus Sonsbeck seine Fingerabdrücke auf einem Zettel zum Verhängnis. Ein Datenabgleich ließ ihn als Bankräuber auffliegen. 

Die Kriminalpolizei aus Kalkar hat am Dienstag einen 58-jährigen Mann überführt, der am 20.09.2001 versucht hat, eine Bank zu überfallen.

Vor knapp 20 Jahren betrat der Mann den Container eines im Umbau befindlichen Geldinstitutes in Geldern. Er ging zum Bankschalter, legte einen Jutebeutel mit herausragenden Drähten auf den Tisch und schob dem Angestellten einen kleinen Zettel rüber.

Irritierter Bankmitarbeiter ließ Täter fliehen

Auf dem Zettel standen Worte, die auf einen Banküberfall schließen ließen. Der Mitarbeiter der Bank war so irritiert, dass er nicht anders konnte, als auf den Zettel zu starren.

Dies veranlasste den Räuber dazu zu flüchten. Er verschwand mitsamt Jutebeutel und ließ den Zettel zurück. Die Spuren, die auf dem Zettel gefunden wurden, wurden gesichert, brachten damals aber keine Ergebnisse.

Routineabgleich führte zum Ziel

Vergrößerte Fingerabdrücke auf einem Bildschirm

Auswertung eines Fingerabdrucks

Jetzt, fast 20 Jahre später, erhielten die Kriminalbeamten bei einem Routineabgleich einen Treffer. Der 58-Jährige, dem aufgrund eines anderen Deliktes Fingerabdrücke abgenommen wurden, erschien als Tatverdächtiger des Raubes im Jahr 2001. Auf die Frage, was er am 20.09.2001 gemacht habe, räumte der Sonsbecker seine Tat ein und bemerkte, dass es "keine gute Idee war".

Da die Verjährungsfrist für schweren Raub bei 20 Jahren liegt, muss sich der 58-Jährige kurz vor der Verjährung nun seiner Tat verantworten.

Stand: 14.07.2021, 13:35

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