Kraftwerk-Besetzung beendet - Aktivisten in Gewahrsam

Kraftwerk-Besetzung beendet - Aktivisten in Gewahrsam

  • Vermummte drangen auf Gelände ein
  • Polizei löst 13 Aktivisten aus ihren Fesseln
  • Drei große Kraftwerksblöcke waren wegen Kohlemangels abgeschaltet

Am Mittwochmittag (15.11.2017) konnte die Polizei den Einsatz am Braunkohletagebau beenden: Eine technische Einheit mit Spezialkräften der Polizei löste die Aktivisten, die sich festgekettet hatten, aus ihren selbst angelegten Fesseln. Die Täter wurden von der Polizei wegen der Störung technischer Anlagen und Hausfriedensbruch festgenommen und auf dem Polizeirevier befragt.

Am frühen Mittwochmorgen waren 13 vermummte Personen auf das Gelände des Kraftwerks in Weisweiler eingedrungen. Sie besetzten eine Bandanlage und einen kleineren Bagger am Kohlebunker des Kraftwerks. Erste Bilder von der Besetzung gab es am frühen Morgen bereits bei Twitter.

Kraftwerk Weisweiler

Kraftwerk Weisweiler

Nach WDR-Informationen hatte RWE drei große Kraftwerksblöcke wegen Kohlemangels abgeschaltet, sie wurden inzwischen wieder hochgefahren. "Das ist ein Sabotage-Akt", sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Das Aktionsbündnis "Weshutdown" sprach von mehreren Dutzend Aktivisten auf dem Betriebsgelände, die Polizei von gut einem Dutzend.

BUND: Kraftwerk Weisweiler auf Platz 5 der klimaschädlichsten Anlagen

Das Kraftwerk Weisweiler stößt nach Angaben des Bund für Umwelt und Naturschutz NRW (BUND) auf Datengrundlage von 2015 jährlich 18 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus und liegt damit bundesweit auf Platz fünf der klimaschädlichsten Anlagen.

Die Aktivisten von Ende Gelände feierten die Aktion im Netz:

Stand: 15.11.2017, 15:01