Mehrere Tausend Maskengegner bei Corona-Demo in Düsseldorf

Ein Mann trägt einen zerschnittenen Nasen-Mund-Schutz und streckt die Zunge raus.

Mehrere Tausend Maskengegner bei Corona-Demo in Düsseldorf

In Düsseldorf demonstrierten tausende Menschen gegen Corona-Schutzmaßnahmen. Unterstützt wurde der Protest von einem Ableger der Gruppe "Querdenken", die sich auf den Schutz des Grundgesetzes und Versammlungsrechts beruft.

Viele Demonstranten machten einen eher bürgerlichen Eindruck und berichteten von Sorgen. So sagte ein Mann, der seinen Namen nicht nennen will, dass der Schaden für die Wirtschaft durch die Corona-Maßnahmen größer sei, als der Nutzen. Einige betonten auch die schwierige Lage in Schulen und Kindergärten.

Demonstranten aus verschiedenen Milieus

Andere Teilnehmer waren dagegen erkennbar Anhänger von esoterischen oder verschwörungserzählerischen Strömungen. So wurde die Pandemie auf Plakaten als "Lüge" bezeichnet.

Eine große Menschenmenge, viele halten Schilder in die Höhe.

Einige Protestler stellen außerdem Ausgaben des Magazins "Compact" zur Schau. Der Verfassungsschutz stuft es als rechtsextremen Verdachtsfall ein. Der Veranstalter des Protestzuges hatte im Vorfeld gesagt, dass Extremisten jeglicher Arten unerwünscht seien.

DJ hat Demo angemeldet

Angemeldet wurde die "Querdenken"-Veranstaltung in Düsseldorf von Michael Schele aus Hagen. Er ist DJ und hat seit Beginn der Coronakrise nach eigenen Angaben keine Aufträge mehr. "Wir fordern, dass die kompletten Grundrechte wiederhergestellt werden", sagte Schele dem WDR.

Die Polizei wollte sich nicht zu Teilnehmerzahlen äußern. Es waren aber bisher deutlich weniger gekommen als die vom Veranstalter erwarteten 10.000.

Eine große Menschenmenge versammelt am Rheinufer.

Gegendemo vor Staatskanzlei

Zudem gab es auch eine kleinere Gegendemo: In der Nähe der Düsseldorfer Staatskanzlei protestierte das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer - das Bündnis gegen Rassismus".

Stand: 20.09.2020, 17:50