Kampf gegen Leerstand in Kölner Innenstadt

Viele Menschen in einer Einkaufsstraße

Kampf gegen Leerstand in Kölner Innenstadt

Von Jens Gleisberg

In Köln will die Stadt gegen den schleichenden Niedergang der Schildergasse und der Hohe Straße vorgehen. Viele Mieter eröffnen Geschäfte nur als Übergangslösung.

Schildergasse und die Hohe Straße gehören nach wie vor zu den meist frequentierten Einkaufsmeilen in Deutschland. Dennoch stehen insbesondere in den vergangenen anderthalb Jahren immer mehr Läden leer. Nach dem Wegzug von Fachgeschäften oder auch Filialen großer Ketten, ziehen Mieter ein, die ihre Geschäfte nur als Übergangslösung öffnen. Sie bieten günstige Waren zum Teil aus dem Karton an.

Konzept soll Innenstadt wiederbeleben

Mittelfristig wird dies dem Image der Fußgängerzonen schaden, befürchtet die Stadt. Ein Konzept soll entwickelt werden, mit dem der schleichende Niedergang aufgehalten werden kann. Insbesondere will die Verwaltung auch jüngere Käufer in die Fußgängerzonen locken.

Einzelhandel: "Wir können nicht die Ersatzpolizei sein"

WDR 5 Morgenecho - Interview 03.08.2020 05:09 Min. Verfügbar bis 03.08.2021 WDR 5


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200.000 Euro für Leitbild-Prozess

Die Stadt lässt sich das Konzept, mit dem sie gegensteuern will, 200.000 Euro kosten. Und dieses Geld sollen die Politiker nun schneller als ursprünglich gedacht bewilligen. Als Grund dafür wird die Corona-Pandemie genannt. Sie setzt dem Einzelhandel enorm zu und beschleunigt die Abwanderung von Einzelhändlern.

Fachgeschäfte geben auf

Die leiden bereits unter dem zunehmenden Online-Handel. Eine Reihe klassischer Fachgeschäfte hat in den letzten Jahren bereits aufgegeben. Die Ladenflächen wurden von den Filialen großen Handelsketten übernommen. Ein Grund dafür sind auch die bisher hohen Mietkosten. Für die Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptes wird die Stadt auch mit den Hausbesitzern sprechen.     

Stand: 20.08.2020, 14:05