Weiterer Geflügelpest-Fall im Kreis Wesel

Wildgänse auf dem Feld

Weiterer Geflügelpest-Fall im Kreis Wesel

In Sonsbeck im Kreis Wesel ist ein weiterer Fall von Geflügelpest aufgetreten. Eine infizierte Graugans sei am 8. Dezember tot aufgefunden worden, teilte der Kreis Wesel mit.

Eine Untersuchung des Friedrich-Loeffler-Instituts habe die Krankheit nachgewiesen, so der Kreis Wesel am Montag. Bereits Mitte November war bei einer toten Wildgans in Emmerich die Geflügelpest festgestellt worden. Der Kreis hatte danach auf das Einrichten von Schutzzonen um den Fundort verzichtet, weil er sich in einem Gebiet ohne hohe Geflügeldichte befand.

Vorerst keine Einrichtung von Schutzzonen

Auch jetzt sehe das Veterinäramt vorerst von der Einrichtung von Schutzzonen und einer allgemeinen Aufstallungspflicht ab, teilte der Kreis Wesel mit. Geflügelhalter sollten aber ihre Bestände schützen und Kontakte zwischen ihren Tieren und Wildvögeln unterbinden.

Die auch Vogelgrippe (Typ H5N8) genannte Geflügelpest ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Bei Hühnern und Puten werden nach Angaben des Ministeriums die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet – teilweise bis zu 100 Prozent. Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

Stand: 21.12.2020, 15:25