Mutmaßlicher Gefährder: Anklage wird vorbereitet

Mutmaßlicher Gefährder: Anklage wird vorbereitet

  • 31-Jähriger wird als "besonders gefährlich" eingestuft
  • Er konnte wochenlang nicht festgenommen werden
  • Jetzt sitzt er in U-Haft, weil Fluchtgefahr besteht

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bereitet derzeit die Anklage gegen den als Gefährder eingestuften Mann aus Mönchengladbach vor. Er sitzt nach einigem Hin und Her seit Freitagvormittag (14.06.2019) in Untersuchungshaft.

Der 31-Jährige wird als "besonders gefährlich" eingeschätzt und war wochenlang auf freiem Fuß - obwohl er mehrfach straffällig und bei ihm eine Waffe und Munition gefunden wurde. Am Freitag wurde er schließlich von der Polizei festgenommen.

Ermittlungen wegen Foto mit Kalaschnikow

Gegen den mutmaßlichen Gefährder wird seit Längerem wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt, weil er auf einem Foto mit einer Kalaschnikow zu sehen ist. Diese Ermittlung war wiederum Auslöser für eine Hausdurchsuchung. Dabei wurden eine Schusswaffe mit Schalldämpfer und dazu passende Munition gefunden. Doch keines dieser Dinge reichte, um den Mann festzunehmen.

Jetzt hat der 31-Jährige laut Staatsanwaltschaft aber gegen Auflagen verstoßen: er ist nämlich umgezogen, ohne die Behörden darüber zu informieren. Und das wird als Hinweis auf Fluchtgefahr gewertet - deshalb sitzt er jetzt in Untersuchungshaft.

Mann kann nicht abgeschoben werden

Der 31-Jährige war 2004 vermutlich aus Tschetschenien nach Deutschland gekommen. Obwohl sein Asylantrag bereits nach einem Jahr abgelehnt wurde, kann er nicht abgeschoben werden.

Der Grund: Nach Auskunft der russischen Behörden ist er dort unbekannt. Die deutschen Behörden bekommen keine Passersatzpapiere für ihn.

Stand: 14.06.2019, 15:54