Gedenkort für Opfer von Hanau am Kölner Rheinufer zerstört

Kölner Gedenkort für Opfer von Hanau zerstört

Gedenkort für Opfer von Hanau am Kölner Rheinufer zerstört

Unbekannte haben einen Gedenkort für Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau in Köln-Rodenkirchen zerstört. Dabei wurden Folien mit Namen und Bildern der Opfer abgerissen.

Der Gedenkort war von den Kölner Jusos eingerichtet worden anlässlich des ersten Jahrestages des Anschlags von Hanau. Die Täter sollen den Gedenkort nach Angaben der Jugendorganisation der SPD in der Nacht von Samstag auf Sonntag zerstört haben. Die Jusos zeigten den Vorfall bei der Polizei an. Bei den Ermittlungen werde auch der Staatsschutz hinzugezogen, hieß es weiter.

Hassbekundungen schon im Vorfeld

Kölner Gedenkort für Opfer von Hanau zerstört

Die Bilder der Opfer wurden abgerissen

Die Jusos gehen von einem rechtsextremistischen Motiv der Täter aus. Nach Angaben der Kölner Juso-Vorsitzenden Lena Snelting habe es schon beim Einrichten des Gedenkortes entsprechende Kommentare gegeben. Die Tat beweise einmal mehr, dass Rassismus ein großes Problem in unserer Gesellschaft sei.

Gedenken an mehreren Orten

Anlässlich des ersten Jahrestages des rassisitschen Anschlags von Hanau hatten die Jusos am vergangenen Freitag an mehreren Orten in Köln Gedenkorte mit Bildern und den Namen der Opfer eingerichtet.

Am 19. Februar 2020 hatte der 42-jährige Deutsche Tobias R. neun Menschen an mehreren Orten in der hessischen Stadt Hanau erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter tötete und anschließend sich selbst. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Stand: 22.02.2021, 10:12