Gedenkfahrten für verunglückte Radfahrer in NRW

Gedenkfahrten für verunglückte Radfahrer in NRW

  • "Ride of Silence" in mehreren NRW-Städten
  • Weiße Fahrräder erinnern an die Opfer
  • Tödlicher Unfall in Köln vor drei Wochen

Weltweit wurde am Mittwochabend (16.05.2018) der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer gedacht. "Ride of Silence" heißen diese Gedenkfahrten. In NRW beteiligten sich Radfahrer unter anderem in Köln, Bonn, Essen, Dortmund und Aachen.

"Geisterräder" erinnern an die Opfer

Bei dem "Ride of Silence" fahren weiß gekleidete Radfahrer schweigend durch die Stadt. Die Touren führen vorbei an Orten, an denen Radfahrer verunglückten. An zahlreichen dieser Unfallstellen erinnern weiß gestrichene "Geisterräder" an Menschen, die mit ihrem Fahrrad im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind.

250 Teilnehmer in Köln

Ride of Silence - Gedenkfahrten für verunglückte Radfahrer in Köln

In Köln erinnert ein weißes Rad an ein Unfallopfer

In Köln beteiligten sich nach Angaben der Polizei etwa 250 Menschen an der Fahrt. Die Route führte an der Stelle vorbei, wo erst vor rund drei Wochen eine 56 Jahre alte Frau bei einem Unfall mit einem Laster getötet wurde. In Erinnerung daran wurde ein "Geisterrad" aufgestellt. Wegen schlechten Wetters musste die Fahrt danach vorzeitig beendet werden.

Raser verursachten tödliche Unfälle

Auch das "Geisterrad", das an die 19-Jährige Miriam erinnert, lag auf der Kölner Route. Der Tod der Schülerin sorgte bundesweit für Entsetzen – sie war bei einem illegalen Autorennen zweier junger Männer tödlich verletzt worden, als sie auf dem Radweg erfasst wurde. Auch der 26-jährige Radfahrer Gianluca kam ums Leben, als er von einem Auto erfasst wurde, dessen Fahrer bei zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle verloren hatte. An diesem Unfallort sollte der Fahrrad-Corso ebenfalls Halt machen.

Mahnwache für Radfahrer: "Ride of Silence"

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 16.05.2018 | 03:57 Min.

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Stand: 16.05.2018, 21:26