Beten für Opfer auf Sri Lanka

Archivbild vom 07.01.2018,  Bad Neuenahr: Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland

Beten für Opfer auf Sri Lanka

  • Hunderte Tote und Verletzte bei Anschlägen auf Kirchen
  • Präses der evangelischen Kirche ruft zu Gebeten auf
  • Katholisches Missionswerk beklagt Zerissenheit Sri Lankas
  • Islamrat spricht Christen Beileid aus

Der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat nach den Anschlägen auf Sri Lanka zu Gebeten für die Opfer aufgerufen. "Meine Gebete gelten den Opfern - wohl zumeist Christinnen und Christen - der Gewalt", schrieb Rekowski am Ostersonntag (21.04.2019) auf seinem Präsesblog im Internet. "Ich bitte Gott um seinen Beistand und seinen Trost."

Gerade das Osterfest verkünde, woran Christenmenschen glaubten: An die Liebe Gottes, die stärker sei als der Tod, und daran, dass um Christi Willen Friede unser Leben prägen solle, schrieb der leitende Theologe der zweitgrößten evangelischen Landeskirche, die ihren Sitz in Düsseldorf hat.

Beim Ostergottesdienst am Sonntag, den Rekowski in der Dorfkirche Gahlen hielt, wurde in Fürbitten der Opfer gedacht.

Katholisches Missionswerk beklagt Zerissenheit Sri Lankas

Zeitgleich beklagte das internationale katholische Missionswerk Missio in Aachen die religiöse und gesellschaftliche Zerrissenheit Sri Lankas. Auch zehn Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs fehle es an Bemühungen, "gemeinsam Wege des Friedens und der Versöhnung zu gehen und der gesamten Bevölkerung ein Leben in voller Achtung ihrer persönlichen Würde zu ermöglichen", erklärte der Präsident von Missio Aachen, Klaus Krämer.

Islamrat spricht allen Christen Beileid aus

Auch deutsche Islamverbände haben die Anschläge scharf verurteilt und Christen ihre Solidarität versichert. "Wir dürfen uns von Terror und Gewalt nicht spalten lassen", erklärte der Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland erklärte: "Wir beten für die Verletzten". Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) unterstrich: "Wir sind solidarisch mit den Opfern des Terrors."

Stand: 21.04.2019, 12:20