55 Verletzte nach Gas-Alarm in Unkel

140 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungskräften sind wegen eines Gas-Alarms vor dem Einkaufszentrum in Unkel versammelt.

55 Verletzte nach Gas-Alarm in Unkel

Von Christoph Hensgen

  • Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst in Unkel
  • Kunden klagen über Reizungen der Augen und Atemwege
  • Ursache bislang nicht gefunden, Polizei ermittelt

Es ist 18:10 Uhr am Mittwochabend (20.02.2019), als die erste Meldung bei der Feuerwehr eingeht: "Massenanfall von Verletzten" lautet das alarmierende Stichwort in einem Einkaufszentrum in Unkel. 140 Kräfte aus Feuerwehr, Notärzten und Rettungssanitätern rücken zur Anton-Limbach-Straße aus. Sie räumen das Einkaufszentrum, in dem sich außer dem Supermarkt einige kleine Läden befinden, und sperren das Gelände ab.

Kunden klagen über Reizungen der Augen und Atemwege

Anfangs versorgen die Einsatzkräfte 20 Verletzte, doch im Laufe des Abends steigt die Zahl auf 55. Die Kunden des Zentrums klagen über juckende und tränende Augen, Husten und Kratzen im Hals.

Während draußen die Verletzten versorgt werden, sucht die Feuerwehr im Einkaufszentrum nach der Ursache. Sie vermutet, dass aus noch ungeklärter Ursache eine Substanz ausgetreten ist. Möglicherweise könnte es sich um Gas handeln, doch trotz intensiver Messungen können die Einsatzkräfte auch nach drei Stunden nicht beantworten, woher dieses kommt.

Polizei untersucht Ursache des Gasaustritts

Der Großeinsatz endet gegen 21 Uhr. Jetzt ermittelt die Polizei, um herauszufinden, ob und wo Gas oder ein anderer gefährlicher Stoff ausgetreten ist. Es muss auch geklärt werden, ob der Einsatz mutwillig herbeigeführt wurde. Dazu werden möglicherweise auch die Aufnahmen der Überwachungskameras in dem Einkaufszentrum ausgewertet.

Stand: 21.02.2019, 09:26