Gamescom-Start in Köln: Lange Warteschlangen

Gamescom-Start in Köln: Lange Warteschlangen

  • Computerspielmesse Gamescom läuft
  • Mehr als 350.000 Besucher erwartet
  • Andreas Scheuer eröffnet die Messe
Kommentieren [2]

Die Gamescom läuft - seit Mittwoch (21.08.2019) auch für den normalen Publikumsverkehr. Mehr als 1.000 Unternehmen präsentieren ihre Neuheiten auf der Spielemesse. Sie ist die weltweit wichtigste Messe für Computer- und Videospiele. Mehr als 350.000 Besucher wollen dort vor allem neue Games testen. Leider müssen sie dafür aber teilweise bis zu drei Stunden anstehen.

Diese langen Wartezeiten sollen aber bald der Vergangenheit angehören, denn die Veranstalter wollen den Komfort verbessern. Deswegen testen sie an einigen Ständen ein digitales Warteticket. Die Besucher loggen sich einmal ein, dann können sie über das Messegelände schlendern. Kurz bevor sie an der Reihe sind und ein Spiel testen dürfen, bekommen sie eine Nachricht auf das Handy geschickt.

Highlights und Geheimtipps auf der Gamescom 2019

370.000 Menschen werden zur Gamescom 2019 in Köln erwartet. Eine Auswahl der interessantesten Blockbuster-Spiele, Indiegames und Nischentitel stellen wir hier vor.

Eine Szene aus dem Computerspiel "Cyberpunk 2077": Eine Hackerin arbeitet an einem Computer.

Es ist das wichtigste Spiel der Gamescom 2019: Aus Polen kommt "Cyberpunk 2077", ein actionreiches Rollenspiel in einer dystopischen Zukunft, in der Menschen sich mit technischen Implantaten aufwerten. Die Erwartungen der Fans sind nach mehr als sieben Jahre Entwicklungszeit gewaltig: Das Vorgängerspiel vom Entwickler CD Projekt Red, "The Witcher 3", gilt als eines der besten Rollenspiele der letzten Jahre.

Es ist das wichtigste Spiel der Gamescom 2019: Aus Polen kommt "Cyberpunk 2077", ein actionreiches Rollenspiel in einer dystopischen Zukunft, in der Menschen sich mit technischen Implantaten aufwerten. Die Erwartungen der Fans sind nach mehr als sieben Jahre Entwicklungszeit gewaltig: Das Vorgängerspiel vom Entwickler CD Projekt Red, "The Witcher 3", gilt als eines der besten Rollenspiele der letzten Jahre.

Auch aus Deutschland kommen vereinzelt Spiele, die international Aufsehen erregen und mit Spitzenprodukten mithalten können. In der viele Millionen Euro teuren Produktion "The Surge 2" vom Frankfurter Entwickler "Deck 13" bekämpft der Spieler in einem schweren Kampfanzug seine Gegner. Das ist ebenso anspruchsvoll wie frustrierend schwer.

Im Jahr 1993 hat Volker Wertich "Die Siedler" erfunden: Knuddelige Figuren bauen nach den Wünschen des Spielers ihr Dorf auf und prügeln sich mit anderen knuddeligen Figuren. Damals erfanden die Medien den Begriff "Wuselfaktor", um das Geschehen auf dem Bildschirm zu beschreiben. Auf der Gamescom wird der achte Teil der Reihe präsentiert, der das Spielkonzept modernisiert. Wuselig wird es aber auch dieses Mal.

Das ist eines der chaotischsten und witzigsten Spiele der diesjährigen Gamescom: In "Heave Ho" müssen bis zu vier Knubbeltiere durch Zusammenarbeit einen bestimmten Punkt im Level erreichen. Die Figuren halten Händchen, bilden Ketten, schleudern sich durchs Spielfeld. Wen einer der vier Spieler im falschen Moment die falsche Taste drückt, sorgt das für heilloses Chaos im Spiel und für einen schnellen Bildschirmtod der Figuren.

Fünf Freunde suchen einen Piratenschatz auf einem Geisterschiff, und schnell geht es um Leben und Tod. Die Story von "Man of Medan" erinnert dabei nicht umsonst an einen Horrorfilm: Es soll ein gruseliger und beeindruckend inszenierter Filmabend zum Mitspielen werden. Der Clou: Bis zu fünf Spieler können auf der Couch sitzen und die Kontrolle über jeweils einen der Helden übernehmen.

Ein Computerspiel, das auf Kunstwerken eines Malers beruht, ist ungewöhnlich: Die Gemälde des Polen Jakub Różalski zeigen naturalistische, traditionelle Motive. Und in diese Szenen setzt Różalski gigantische, mit Dampf betriebene Kriegsmaschinen. Diese Motive nehmen die Bremer King Art Studios zum Vorbild für ihr Strategiespiel "Iron Harvest".

Aus Deutschland kommt eines der vielleicht düstersten Spiele dieser Gamescom: In "Through The Darkest Of Times" steuert der Spieler eine Widerstandsgruppe durch die Zeit des Nationalsozialismus - von der Machtergreifung bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Das herausfordernde Ziel in diesem Anti-Faschismus-Spiel: überleben.

Auf der Gamescom ist auch Platz für Experimente: In "The Longing" geht es um einen kleinen Kobold, der seinen in einer Höhle schlafenden König 400 Tage lang bewachen muss. In Echtzeit. Der Spieler hat also 9.600 Stunden Zeit, das Höhlensystem zu erkunden. Und weil der Kobold alle Zeit der Welt hat, bewegt er sich sehr, sehr, sehr langsam.

Im Strategiespiel "Shadow Tactics" von 2016 steuerte der Spieler Ninjas und Samurai durch das historische Japan. Das Spiel wurde international hochgelobt und bekam zahlreiche Preise. Mit "Desperados 3" wollen die Münchner Entwickler von Mimimi Productions diesen Erfolg wiederholen – statt durch Japan geht es nun aber durch den Wilden Westen.

Hideo Kojima ist ein legendärer Spieleentwickler und hat sich mit seiner Metal-Gear-Reihe weltberühmt gemacht. Nun erscheint nach jahrelanger Entwicklungszeit sein neues Spiel "Death Stranding". Es ist mysteriös, bizarr und was genau für ein Spiel das eigentlich ist und was der Spieler dort machen soll, ist immer noch nicht klar.

Schon seit 13 Jahren gibt es die brachialen Actionsspiele aus der „Gears of War“-Reihe und jede einzelne Version galt als Aushängeschild für die Microsoft Xbox-Konsole. Das soll sich auch mit dem fünften Teil "Gears" nicht ändern. Eine spannende Neuerung gibt es aber dennoch: Zum ersten Mal spielt eine weibliche Figur die Hauptrolle in der ehemaligen Machowelt.

Bundesverkehrsminister eröffnet die Messe

Eröffnet wurde die Gamescom von Andreas Scheuer am Dienstag. Der Bundesverkehrsminister ist auch für Digitales zuständig. Die Spieleentwickler hatten gehofft, dass Scheuer eine Garantie dafür abgibt, dass Computerspiele in Deutschland auch in den kommenden Jahren gefördert werden. Bisher ist eine Förderung nur einmalig im Haushalt verankert. Mehr als eine Absichtserklärung, dass es in Zukunft mit der Unterstützung weitergeht, gab es aber von dem Minister nicht.

Die Besucher konnten sich dann ab dem Vormittag mit den Trends der Messe beschäftigen. Viele Neuerscheinungen sind grafisch mittlerweile kaum mehr von Hollywood-Filmen zu unterscheiden. Außerdem ist das mobile Spielen auf dem Smartphone ein riesiges Thema auf der Gamescom.

Köln ist wichtiger Standort der Branche

Dass die Gamescom in Köln stattfindet, hat seine Gründe. Einer der wichtigsten Anbieter von E-Sport, also professionell ausgetragenem elektronischen Sport, sitzt im Stadtteil Mülheim. Er trägt zum Beispiel einmal im Jahr ein Turnier in der Arena in Deutz aus, das sich weltweit bis zu 20 Millionen Menschen im Internet ansehen. Nachbar ist die TH Köln, die Spieleentwickler ausbildet. Im Rheinauhafen hat einer der global wichtigsten Spielentwickler seine Deutschlandzentrale.

Stand: 21.08.2019, 10:00

Kommentare zum Thema

Gamescom-Start in Köln: Lange Warteschlangen"> Kommentarfeld

Kommentar schreiben

Unsere Netiquette

*Pflichtfelder

Die Kommentartexte sind auf 1.000 Zeichen beschränkt!

2 Kommentare

  • 2 Max 22.08.2019, 23:16 Uhr

    Ich würd mir bei solchen Beiträgen auch zumindest einmal die Erwähnung von der Website (gamescom.de) wünschen! :)

  • 1 Fred 21.08.2019, 17:08 Uhr

    So jetzt warten wir bis der erste Grüne Dummkopf sich ausrechnet wie viel CO2 beim Zocken entsteht und das auch verboten wird.

Weitere Themen