GAG baut viele - aber nicht genug - Wohnungen in Köln

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GAG baut viele - aber nicht genug - Wohnungen in Köln

Von Jens Gleisberg

  • Durchschnittsmiete von 6,79 Euro deutlich unter Mietniveau
  • Mangel an günstigen Wohnungen hält an
  • Zu wenig bebaubare Grundstücke

Der Kölner Wohnungsbaukonzern GAG wird im laufenden Jahr rund 1.200 Wohnungen neu bauen. Das sind fast doppelt so viel wie in 2018. Das hat der mehrheitlich der Stadt gehörende Konzern bei der Vorstellung seiner Bilanz am Dienstag (11.06.2019) berichtet.

Bedarf an gefördertem Wohnungsbau

Vor allem Wohnungen mit niedrigen Mieten fehlen in der Stadt. Rund 6.000 müssten gebaut werden, hat die Stadt errechnet. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt gerade einmal 2.300.

750 davon hat die GAG gebaut. Von den günstigen Wohnungen stammen drei Viertel aus Projekten der GAG, die mit ihren Durchschnittsmieten deutlich unter dem gesamten Mietmarktdurchschnitt liegt.

Damit auch private Investoren mehr günstigen Wohnraum schafften, sprach sich der Vorstand der GAG dafür aus, dass Anreize wie der Zugang zu Darlehen verbessert werden müsste.

Viele Bauprojekte derzeit im Kölner Stadtgebiet

Das Unternehmen selbst baut derzeit über die ganze Stadt verteilt. Alleine im Stadtteil Kalk sollen rund 2.000 Wohnungen entstehen. Nachdem die GAG zuletzt die Modernisierungen heruntergefahren hat, werden jetzt hauptsächlich neue Wohnungen gebaut. Ein Problem für die GAG sind dabei jedoch fehlende Grundstücke.

Baustelle in der Rolshover Str. in Köln-Kalk

Baustelle der GAG in Köln-Kalk

Vor allem die Verhandlungen mit der Stadt würden sehr schleppend verlaufen berichtet der Vorstand der GAG. In 2018 sei kein einziges Neubauprojekt auf einem früher städtischen Grundstück entstanden. Die Stadt müsse mehr unternehmen, damit die Ziele beim Bau von bezahlbarem Wohnraum nicht weiter dauerhaft verfehlt werden.

Stand: 11.06.2019, 15:10