Gänse aus der Region werden beliebter

Beliebte Gänse

Gänse aus der Region werden beliebter

Von Lina Einenkel

  • Höhere Nachfrage nach Gänsen aus der Region
  • Geflügelbauern spüren auch die Dürre
  • Gras konnte im Sommer schlecht wachsen

Die Nachfrage nach Gänsen aus der Region - zum Beispiel aus dem Rhein-Sieg-Kreis - steigt an. Das bestätigen auch Zahlen der Landwirtschaftskammer NRW.

Noch schnattern die Gänse von Geflügelbauer Franz Josef Telohe aus Niederkassel. Die Tiere laufen in großen Grüppchen über die weitläufigen Weideflächen. Einigen seiner über 1000 Tiere geht es bald an den Kragen. Sankt Martin steht am Sonntag vor der Tür.

Trend geht zu Gänsen aus der Region

Laut der Landwirtschaftskammer NRW geht der Trend zu Gänsen aus der Region. Gab es 2010 noch rund 55.000 Gänse in NRW sind es in diesem Jahr schon mehr als 60.000. Auch Franz Josef Telohe hat die Zahl seiner Gänse in den letzten Jahren aufgestockt – denn die Nachfrage steigt.

Spaziergänger sehen die Tiere auf der Weide

Viele seiner Kunden sind Spaziergänger, sehen die Tiere auf den Weiden und reservieren sich bereits einen Braten für Sankt Martin oder Weihnachten. Beliebt ist auch der Service des Geflügelbauern. Noch an Heiligabend liefert Telohe den Gänsebraten mit seinem Lieferdienst an Haushalte in der Umgebung.

Geflügelbauern spüren auch den heißen Sommer

Einfach war das Jahr 2018 für die Gänsebauern aber nicht. Das Gras konnte wegen der Dürre nicht richtig wachsen. Daher hat Franz Josef Telohe schon vier Wochen früher als gewöhnlich angefangen, seine Tiere mit Hafer und Gerste zusätzlich zu füttern.

Gänse schnattern noch bis Neujahr

Spätestens an Sylvester landen dann alle Gänse von Franz Josef Telohe im Backofen und dann ist erst einmal Ruhe auf den grünen Weiden in Niederkassel. Bis zum Frühjahr – dann ziehen die neuen Gänseküken ein und können wieder ordentlich Krach machen.

Stand: 08.11.2018, 16:10