Fußballtrainer des Sohnes geschlagen: 10.000 Euro Strafe

Fußballtrainer des Sohnes geschlagen: 10.000 Euro Strafe

Von Ulrike Schödel

  • Ohrfeige gegen Fußballtrainer des Sohnes
  • Handy aus der Hand geschlagen
  • Verurteilung wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung

Nach einer Ohrfeige gegen den Fußballtrainer seines Sohnes hat das Bonner Amtsgericht den angeklagten Vater wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung zu 10.000 Euro Geldstrafe verurteilt.

Trainer geschlagen und Handy zerstört

Während eines laufenden Fußballspiels zweier D-Jugendmannschaften war er über die Absperrung ins Spielfeld gesprungen und hatte dem 62-jährigen Trainer einen Schlag versetzt.

Der Grund: Der Mann hatte sich über den Trainer geärgert, weil der nach einem Spielfehler nicht nur die Mannschaft, sondern vor allem seinen zwölfjährigen Sohn angebrüllt habe. Als er den Trainer zur Rede stellte, soll dieser ihn beleidigt haben.

Anschließend hatte der Vater einem Offiziellen des Fußballverbandes Mittelrhein, der das Geschehen gefilmt hatte, das Handy aus der Hand geschlagen und darauf getreten.

Verteidiger forderte Freispruch

Der 44 Jahre alte Angeklafte räumte im Prozess die Vorwürfe gegen ihn ein. Dennoch hatte sein Verteidiger Freispruch gefordert: Der Angeklagte habe sich mit der Ohrfeige nur notwehrmäßig gegen die mutmaßlichen Beleidigungen des Trainers gewehrt. Dem Offiziellen habe er nur den Arm runtergedrückt, da dieser trotz mehrfacher Aufforderung nicht zu filmen, weitergefilmt und damit die Persönlichkeitsrechte missachtet habe.

Gewalt gegen Schiedsrichter: Problemlösung gesucht Mittagsmagazin 22.10.2019 02:58 Min. Verfügbar bis 22.10.2020 Das Erste

Stand: 30.10.2019, 15:12

Weitere Themen