Urteil in Düsseldorf: Schalker Fußballprofi Bentaleb verliert Führerschein

Schild am Eingang des Verwaltungsgericht in Düsseldorf

Urteil in Düsseldorf: Schalker Fußballprofi Bentaleb verliert Führerschein

  • Schalker Fußballprofi Bentaleb muss Führerschein abgeben
  • Wiederholt schneller als die Polizei erlaubt
  • Mit 120 km/h durch den Rheinufertunnel

Der Schalker Fußballprofi Nabil Bentaleb ist am Mittwoch (23.10.2019) mit seiner Klage gegen den Entzug der Fahrerlaubnis gescheitert. Nach mehreren Geschwindigkeitsverstößen hatte ihm die Düsseldorfer Straßenverkehrsbehörde seinen Führerschein entzogen.

Mit Tempo 120 durch den Rheinufertunnel

Der Fußballer war im November 2016 das erste Mal mit seinem Auto viel zu schnell unterwegs gewesen. Bis April 2018 folgten zahlreiche weitere Tempoverstöße.

Bei einem der letzten Vergehen war der Spieler mit Tempo 120 durch den Düsseldorfer Rheinufertunnel gerast. Erlaubt waren auf der zweispurigen Strecke zu dem Zeitpunkt nur 70 Kilometer pro Stunde.

Kein Gutachten zur Fahrtauglichkeit vorgelegt

Die für ihn an seinem Wohnort zuständige Straßenverkehrsbehörde Düsseldorf forderte den Spieler auf, ein medizinisch-psychologisches Gutachten zur Fahrtauglichkeit vorzulegen. Weil der Schalker dies auch nach mehrfacher Aufforderung nicht vorlegte, entzog ihm die Behörde die Fahrerlaubnis.

Dieses Gutachten sei schon aus Gründen der Gefahrenabwehr angebracht, wenn jemand innerhalb so kurzer Zeit 15 Punkte in Flensburg ansammelt, sagte der Richter.

Bentaleb behauptete, in keinem der Fälle selbst gefahren zu sein. Er habe den Wagen an Bekannte verliehen, deren Namen er auch nennen könne. Die verhängten Bußgelder seien laut Richter allerdings alle rechtskräftig, da der Fußballer sie alle bezahlt und auch ein viermonatiges Fahrverbot akzeptiert hatte.

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