Werberat prüft: Füchschen-Bier-Werbung sexistisch?

Werberat prüft: Füchschen-Bier-Werbung sexistisch?

  • Politikerinnen kritisieren Kampagne einer Düsseldorfer Brauerei
  • Beschwerden auch bei Deutschem Werberat
  • Füchschen-Chef Peter König weist Vorwürfe zurück

Mehrere weibliche NRW-Landtagsabgeordnete hatten die aus ihrer Sicht sexistische Werbung einer Düsseldorfer Altbier-Brauerei kritisiert. Am Montag (15.07.2019) bestätigte der Deutsche Werberat, Beschwerden wegen der Plakate bekommen zu haben.

Zu Anzahl und Inhalt der Beschwerden machte der Werberat keine Angaben. Das Unternehmen sei aber um eine Stellungnahme gebeten worden, so eine Sprecherin des Werberats.

"Füchsin als reines Sexobjekt"

14 Politikerinnen von CDU, SPD, FDP und Grünen hatten sich in einem gemeinsamen Brief bei der Brauerei über das Motiv der blonden Füchsin beschwert, die mit einem Steak auf der Gabel auf einem Grillrost wippt. Darüber steht geschreiben: "Medium rare oder richtig durch nehmen?"

"Die Inszenierung der Füchsin als reines Sexobjekt ist offenkundig", schreiben die Verfasserinnen an Brauerei-Chef Peter König.

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Füchschen-Chef weist Vorwurf von sich

Er verteidigt die Werbung: "Wir haben uns nicht dabei gedacht, dass das irgendwie sexistisch ist. Unsere Sprüche sind zwar schon mal ein bisschen zweideutig, und das ist auch die rheinische Lebensart." Davon lebe auch die Werbung des Unternehmens.

In den kommenden Tagen will der Werberat über das weitere Vorgehen entscheiden. Wird ein Verstoß festgestellt, wird das betreffende Unternehmen aufgefordert, die Kampagne zu ändern oder zu stoppen.

Rechtlich bindend ist diese Aufforderung aber nicht. Unanbhängig davon hatte das Unternehmen von vornherein geplant, die Plakataktion am Freitag (19.07.2019) zu beenden.

Stand: 15.07.2019, 19:30