Klinikum Velbert verliert Neugeborenen-Intensivstation

Frühchenstation Klinikum Niederberg wird geschlossen 03:10 Min. Verfügbar bis 20.05.2021

Klinikum Velbert verliert Neugeborenen-Intensivstation

  • Velberter Klinikum verliert Frühchen-Intensivstation
  • Grund ist ein Rahmenplan des Landes
  • Schwerkranke Frühchen müssen in Nachbar-Kliniken

Das Helios Klinikum Niederberg in Velbert darf künftig keine intensivmedizinische Versorgung von Früh-und Neugeborenen für den Kreis Mettmann mehr anbieten. Das schreibt der Krankenhausrahmenplan des Landes NRW vor. Er gilt bereits seit Montag (18.05.2020).

Schwerkranke Frühchen müssen in andere Kliniken

Für den gesamten Kreis Mettmann bedeutet dies den Verlust der spezialisierten, intensivmedizinischen Betreuung von Früh-und Neugeborenen vor Ort. Mütter mit schwer erkrankten Frühchen müssen nun in benachbarte Klinken ausweichen. Nächstgelegener Anlaufpunkt ist dann das Universitätsklinikum in Essen oder das Helios-Klinikum Wuppertal. Der Rahmenplan zielt darauf ab, die Zahl der Frühchenzentren zu reduzieren.

Keine Hoffnung auf Ausnahmegenehmigung

Das Klinikum Niederberg wird damit zu einem Krankenhaus der "Geburtshilflichen Grundversorgung". Geschäftsführung und ärztliche Leitung hatten auf eine Übergangsregelung gehofft, da man seit mehr als 30 Jahren als einziges Krankenhaus im Kreis Mettmann die Versorgung von Schwangeren und Frühgeborenen deutlich über der geburtshilflichen Regelungen angeboten habe. Nun muss der Landes-Erlass schnellstmöglich umgesetzt werden.

Klinikleitung: Schwangere müssen sich keine Sorgen machen

Auch weiterhin stehe das Klinikum Niederberg Schwangeren zuverlässig zur Seite, sagt die Leitung. Das Angebot des hebammengeleiteten Kreißsaals und der Wöchnerinnen-Station bleibe erhalten. Auch die Notfallversorgung von Säuglingen und Notkaiserschnitte werde unverändert durchgeführt. Nach Angaben der Klinik ist die angeschlossenen Kinderklinik gesichert, genauso die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Stand: 19.05.2020, 15:40

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