Oberberg: Friseurbetrieb muss Schmerzensgeld zahlen

Eine Friseurin blondiert die Haare der Kundin

Oberberg: Friseurbetrieb muss Schmerzensgeld zahlen

  • Frau klagte über Brennen am Hinterkopf
  • Handtellergroße Wunde durch Blondiercreme
  • Kundin erhält 4.000 Euro Schmerzensgeld

Ein Friseursalon im Oberbergischen Kreis muss einer Kundin jetzt 4.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Hintergrund ist eine missglückte Blondierung. Noch während ihres Friseurtermins klagte die Frau über ein Brennen an ihrem Hinterkopf. Die Blondiercreme wurde nicht rechtzeitig abgewaschen, davon ist das Gericht überzeugt.

Blondiercreme verätzt Kundin

Eine Mitarbeiterin des Friseurbetriebs sagte der Kundin nur, ein Brennen sei normal und ließ die Creme noch weitere 30 Minuten einwirken. Die Folge: Eine handtellergroße Wunde, Verätzungen zweiten Grades und eine Stelle, an der nie wieder Haare wachsen werden. Die Kundin wollte 10.000 Euro Schadenersatz, ihr wurde aber nur ein Gutschein angeboten.

Wie das Landgericht Köln am Donnerstag (31.10.2019) mitteilte, sprach das Gericht der Frau das Schmerzensgeld zu. Sie habe dickes Haar und könne die Stelle ja überdecken, hieß es im Urteil.

Stand: 31.10.2019, 11:55