Fridays for Future Krefeld will Straßensperrungen

Schüler demonstrieren mit "Fridays-for-Future"-Plakaten in Castrop-Rauxel

Fridays for Future Krefeld will Straßensperrungen

  • Fridays for Future Krefeld schickt Beschlussvorschlag an Parteien
  • Anlass ist der sogenannte Krefelder Klimanotfall vom Juni 2019
  • Die Parteien diskutieren Umsetzungsmöglichkeiten

Fridays for Future Krefeld möchte erreichen, dass mehrere Straßen in der Krefelder Innenstadt gesperrt werden. Dafür hat die Gruppe einen Beschlussvorschlag an die Krefelder Fraktionen verschickt.

Björna Althoff von Fridays for Future möchte mit dem Dokument die Parteien dazu anhalten ihre Versprechen einzuhalten. Der Rat hatte im Sommer 2019 den sogenannten Klimanotfall ausgerufen, der auch Straßensperrungen aus Gründen des Klimaschutzes vorsieht. "Wir haben das Gefühl, dass viele Punkte, die im Klimanotfall beschlossen wurden, von der Politik nicht angegangen werden", sagt die Aktivistin. Sie hofft, dass sich die Parteien einigen können und einen Beschlussvorschlag in den Bauausschuss im März einbringen.

Online-Abstimmung zur Auswahl der Straßen

Die Aktivisten wollen eine Sperrung von drei Straßen erreichen. Dafür haben sie bereits eine Online-Abstimmung erstellt, über die die Fraktionen Straßen auswählen können.

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Grüne und Linke positiv eingestellt

Die Grünen haben sich positiv gegenüber den Vorschlägen von Fridays for Future geäußert. Auch die Linke hat sich positiv zu dem Vorschlag geäußert und bereits an der Online-Abstimmung teilgenommen.

CDU und FDP bleiben kritisch

Die FDP-Fraktion steht dem Vorhaben kritisch gegenüber. Da der Verkehr durch Sperrungen nich nachlasse, führe das nur zu Stau und zusätzlichen Kosten. Auch die CDU hält das Vorhaben nicht für realistisch. "Solche digitalen Abstimmungen entsprechen nicht der Lebenswirklichkeit", sagt der Fraktionschef Philibert Reuters.

Stand: 18.02.2020, 13:50

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