Klimaschützer und Braunkohlegegner demonstrieren Einigkeit

Pressekonferenz zu Aktionstagen in Aachen

Klimaschützer und Braunkohlegegner demonstrieren Einigkeit

  • Aktivisten fordern Ende der Kohleverstromung vor 2038
  • Heftige Kritik an Bundes- und Landespolitik
  • Aktionen am Wochenende im Rheinischen Revier

Vor dem Start der großen Klimademonstrationen in Aachen und dem Rheinischen Revier haben die Veranstalter am Mittwoch (19.06.2019) in Erkelenz-Keyenberg gemeinsam ihre Forderungen präsentiert.

Ende Gelände, Fridays for Future, Alle Dörfer bleiben, Greenpeace und die Naturfreunde Deutschlands erklärten, Deutschland müsse deutlich früher aus der Kohleverstromung aussteigen als zurzeit geplant. Würde der Ausstieg erst 2038 stattfinden, sei eine verheerende Klimakrise nicht mehr abzuwenden.

Kritik an der Bundes- und Landesregierung

Heftige Kritik übten sie an der Politik: Zwar werde viel über Klimaschutz gesprochen, gehandelt werde aber nicht. Carla Reemtsma, Pressesprecherin von Fridays for Future, zeigte sich davon enttäuscht, dass Schüler und Studenten in Deutschland seit mittlerweile sechs Monaten auf die Straßen gehen, die Politik sich aber nicht geändert habe.

Kathrin Henneberger, Sprecherin von Ende Gelände, erklärte, es sei noch keine einzige Tonne CO2 durch Maßnahmen der Landes- oder Bundesregierung eingespart worden. Deshalb müssten die Menschen jetzt selbst aktiv werden. „Nicht nur die Politik kann etwas bewirken. Wenn wir zu Tausenden, zu Hunderttausenden auf die Straße gehen, dann können auch wir Veränderungen durchdrücken.“

Aktionen am Wochenende

Für das kommende Wochenende sind deshalb verschiedene Demonstrationen und Aktionen geplant. Ende Gelände will den Betrieb des Tagebaus Garzweiler lahmlegen, eine Konfrontation mit der Polizei scheint vorprogrammiert. Diese hat angekündigt, sie werde im äußersten Fall Wasserwerfer einsetzen.

In Aachen werden am Freitag (21.06.2019) bis zu 20.000 Teilnehmer zu der internationalen „Fridays for Future“-Demonstration erwartet. Am Samstag (22.06.2019) finden gleich mehrere Demonstrationen und Aktionen am Tagebaurand statt. 

Pressekonferenz von Ende Gelände und Fridays for Future

02:35 Min.

Stand: 19.06.2019, 15:53