"Fridays for Future"-Demos in ganz NRW

"Fridays for Future"-Demos in ganz NRW

  • "Fridays for Future"-Demos in NRW
  • Zentrale Kundgebung vor Düsseldorfer Landtag
  • Demos wegen Zeugniss-Vergabe nach der Schulzeit

Unter dem Motto "Fridays for Future" haben am Freitag (08.02.2019) wieder tausende Schüler in ganz Nordrhein-Westfalen für mehr Klimaschutz demonstriert. Eine zentrale Kundgebung fand am Nachmittag vor dem Landtag in Düsseldorf statt.

Demos in ganz NRW

Auch in anderen Teilen NRWs gab es Demonstrationen, unter anderem in Paderborn und Münster und Köln, wo sich die Schüler vor dem Rathaus trafen.

Ein Zeugnis, das Schüler für Armin Laschet erstellt haben

Zeugnis von Schülern für Armin Laschet

Weil am Freitag die Halbjahreszeugnisse ausgegeben wurden und dadurch schon vormittags die Schulzeit endete, fanden die Demos nicht während der Unterrichtszeit statt. Unter anderem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte im WDR-Interview kritisiert, dass die Schüler ihren Protest nicht nach dem Unterricht kundtun. Die Demonstranten haben auch NRW-Ministerpräsident ein Zeugnis ausgestellt. Darin geben sie ihm unter anderem die Note "mangelhaft" in den Fächern "Energiewende" und "Verständnis für junge Menschen". Außerdem betonen sie seine Stärke in der Gruppenarbeit mit RWE.

Nächste Woche wieder während der Schulzeit

Die Schüler haben aber bereits angekündigt, demnächst wieder morgens zu demonstrieren und nicht in der Schule zu erscheinen. "Ewig wollen wir gar nicht freitags streiken, wir wollen sogar wenig freitags streiken, wenn die Politik endlich mal Schritte vorlegt, die uns endlich eine Zukunft geben und richtige Klimapolitik sind", erklärte ein Vertreter der Landesschüler*innenvertretung im WDR-Interview mit Blick auf die Zukunft der Demos.

Niko von der Landesschüler*innenvertretung zu der "Fridays-for-Future"-Bewegung

01:23 Min. Verfügbar bis 08.02.2020

Die weltweite "Fridays-for Future"-Bewegung geht auf das Engagement der schwedischen Schülerin Greta Thunberg zurück, die seit Monaten jeden Freitag die Schule schwänzt und vor dem Parlament in Stockholm für mehr Engagement ihrer Regierung in Sachen Klimaschutz demonstriert.

Stand: 08.02.2019, 13:12

Kommentare zum Thema

21 Kommentare

  • 21 Manfred Kappler 09.02.2019, 22:46 Uhr

    Manche Politiker möchten das Wahlrecht mit 16 aber kein Demorecht für ihre Zukunft. Ihr verbraucht das was der Jugend gehört mit eurer Wegwerfgesellschaft. Der Mensch ist nicht der Eigentümer dieser Erde. Macht weiter so und Kämpft für eure Zukunft, sonst klauen sie euch noch die Luft, welche sie schon verpestet haben. Auch Lichtverschmutzung tötet Leben und Insekten. Wir brauchen einen globalisierten Klimaschutz und keine Aufrüstung. Macht Schluss mit den Lobbyisten der Parteien. Politiker gehören nicht in die Aufsichtsräte. Der Mensch braucht eine intakte Natur und keine Zerstörung. Es ist bereits 5 nach zwölf, rettet was noch zu fretten ist, es ist eure Zukunft.

  • 20 Horst Necker 09.02.2019, 12:42 Uhr

    Man muss Kinder auch vor ÖKO-Radikale schützen, nicht nur vor Link-, Rechtsradikale und religiöse Fundamentalisten. Fast keine Vorhersage vom Club of Rome ist eingetreten (Grenzen des Wachstums, 1972 veröffentlicht). Das bedeutet nicht, dass das Wachstum keine Grenzen hat; man muss schon auf seine Umwelt achten aber der Fanatismus dabei ist völlig deplatziert. „Schulschwänzen für die Umwelt“ oder „Heizung abschalten für das Klima“ als Schulprojekt müssten massive arbeitsrechtliche Konsequenzen haben bis hin zur Frage, ob die Lehrer für die Unterrichtung von Kindern geeignet sind. Auf alle Fälle braucht man jetzt ein Schulprojekt, das den Zusammenhang zwischen Heizen und Schimmelbildung aufzeigt. Hier ist „gut gemeint“ wirklich das Gegenteil von gut und öffentlich rechtliche Medien wirken (mal wieder) wie ein Brandbeschleuniger.

  • 19 Sylvia Schmidt 09.02.2019, 11:50 Uhr

    Wie lange dauert es noch, bis die Politik nicht bloß aggressive, arrogante Rechtspopulisten ernst nimmt, sondern vor allem friedliche, gemeinwohlorientierte und umweltbewusste junge (und auch ältere) Menschen, die Warnsignale verstanden haben und sich berechtigt um eine Zukunft sorgen, die es ohne mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht geben wird? Es geht hier doch nicht um politisch links, kommunistisch oder grün oder liberal, konservativ oder nicht, sondern darum, dass Menschen ohne eine gesunde Umwelt nicht überlebensfähig sind, Punkt, egal welcher politischen Richtung sie angehören. Die EE- und Biobranche wäre nicht gewachsen, wenn Ökologie und Ökonomie nicht kompatibel wären.

  • 18 Ich 09.02.2019, 10:41 Uhr

    Bin mal gespannt wann die Demonstranten nieder geknüppelt werden.

  • 17 Basisdemokrat 09.02.2019, 10:10 Uhr

    Chapeau an die Kids! Die zeigen Zivilcourage für unser aller Zukunft! Klar, ohne Schwänzen keine öffentliche Aufmerksamkeit. Schon in der nächste Woche werden wir erleben,wie Lehrer - zurecht - während der Unterrichtszeit von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen für mehr Lohn. Den Schülern wird das abgesprochen, ob es um weit mehr geht als eine Tariferhöhung! Weiter so, junge Mitbürger. Es Wichtigeres als ein paar Stunden (mehr) Unterrichtsausfall. Der Klimawandel ist eben keine Erfindung der Chinesen

  • 16 Basisdemokrat 09.02.2019, 09:51 Uhr

    Chapeau an die Kids! Die zeigen Zivilcourage für unser aller Zukunft! Klar, ohne Schwänzen keine öffentliche Aufmerksamkeit. Schon in der nächsten Woche werden wir erleben, wie Lehrer - zurecht - während der Unterrichtszeit von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen für mehr Lohn. Den Schülern wird das abgesprochen, obwohl es um weit mehr als eine Tariferhöhung geht? Weiter so, junge Mitbürger. Es gibt Wichtigeres als ein paar Stunden (mehr) Unterrichtsausfall. Der Klimawandel ist eben keine Erfindung der Chinesen!

  • 15 Mi. Sol. 09.02.2019, 09:00 Uhr

    Mir gefällt der Begriff "schwänzen" nicht. Ein Streik fällt generell in die Arbeitszeit, fragen Sie die Lokführer, Piloten und Metaller. Die streiken auch nicht am Wochenende. Sonst tut es nicht weh! Und diese Kinder und Jugendlichen treibt die Sorge um ihre Zukunft auf die Straße. Die Streiks geben unseren Kindern die Möglichkeit, ihre Angst und Sorge bezüglich der Zukunft auszudrücken. Das muss Ernst genommen werden! Nur so können wir der nächsten Generation das Gefühl geben, dass sich Engagement lohnt. Es gibt schon genug Menschen, die nur bei den Wahlen ihre Politikverdrossenheit ausdrücken. Das ist meines Erachtens deutlich gefährlicher!

  • 14 DerDieDas 09.02.2019, 00:54 Uhr

    Deutschland ist ein Land des „Gegen Alles“ geworden. Überall wird gegen alles gewettert und demonstriert. Natürlich gehört das in der Demokratie dazu. Aber mit Augenmaß und Rationalismus. Als ich gelesen hatte das Greta Thunberg, die ja schon wie ein Ökogott angebetet wird mit 11 Jahren Depressionen wegen des Klimawandels bekommen hat, musste ich schon schmunzeln. Für mich ist das alles ein wenig abgehoben. Für jeden guten Öko gehört es heute dazu gegen das System demonstrieren zu gehen und Veganer zu sein. Aber jedem das seine. Wo sind die Lösungen des Problems? Wo sind die ach so benötigten Stromtrassen. Ach so dagegen wird ja auch demonstriert. Wer hätte uns heute an einem „windigen“ Tag mit Strom versorgt? Trotz guter Bedingungen fehlte die Hälfte an Energie, wenn man nur die erneuerbaren betrachtet (Quelle Agora). Die Energiewende muss sein und wird kommen. Aber bitte mit ein wenig mehr Sinn zur Realität statt Hysterie. Die Welt wird in den nächsten Jahren sicher nicht untergehen

  • 13 Franjo Schiller 08.02.2019, 23:20 Uhr

    Vor dem Rheydter Rathaus in Mönchengladbach war heute auch eine Demo. Schon die dritte. Und am Mittwoch berichtete der Wdr, das lt. AOK Krankenkasse 29 % der Kinder in NRW besonders in den Städten chronisch krank sind. Diese Meldung der Krankenkassen Studie ist so niederschmetternd und unfassbar, daß es mir die Sprache verschlägt. NRW ist das Bundesland mit der höchsten Anzahl chronisch kranker Kinder. 29 % haben Astma, Neurodermities, entzündliche Darmerkrankungen u.a. Zuerst sterben die Bienen und dann unsere Chemiekinder u. Jugendliche vollgepumpt mit Micropartikel aus dem Feinstaub ( Co2 usw.) und falscher Ernährung (fastfood). Unsere umweltkranken Kinder brauchen zur Heilung und Genesung frische, saubere Luft und einen noch vorzeitigeren Ausstieg bei der Kohle.( 2030). Deshalb unterstütze ich diese Demos.

  • 12 No. Ol. 08.02.2019, 21:03 Uhr

    Ich finde die Bewerbung fridays for future gut. Dir Jugendlichen machen genau das war schon lange überfällig ist. Ich würde mir wünschen dass auch Erwachsene diese Demos Unterstützung. Z. Beispiel mit klaren Forderungen. Hambacherwald erhalten. Nicht Bäume fällen sondern Bäume pflanzen. Den LKW Transport von der Straße auf die Schiene nicht wie jetzt von der Schiene auf die Straße.

    Antworten (2)
    • Wald 08.02.2019, 21:38 Uhr

      Dieses heucheln mit dem Hambacher Forst ist das letzte. Was machen wir denn gegen die Rodung von Wäldern zum Bau von Windkraftparks? Ca. 50km vom Hambacher wurfe der Aachener Münster Wald für genau dafür gerodet. Unsere ach so guten Klimaschützer hat es nicht interessiert. Warum nicht? Heuchler...

    • Dennis 09.02.2019, 01:52 Uhr

      Klar es kann alles zerredet und kaputtgehender werden. Ich bin kein Fan von Windkraft aus unterschiedlichen Gründen aber sie ist mir lieber als Atom und Kolle. Nur wenn es danach gehen würde was ich alles aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gut finde dann würden wir kein Strom haben. Konsequenz meiner Haltung ist Kompromiss. Wenn alles nicht geht weil ich gründe habe sie nicht gut finde nehme ich das geringere Übel. Wenn ich zu Kompromiss bereit bin sollten andere dies auch. Aber gegen alles zu sein und Kaput reden bringt keinem etwas.

  • 11 aha 08.02.2019, 20:53 Uhr

    Warum nicht am Wochenende? Oder geht es hier ums blau machen? Wenn ich jeden Freitag zu einer Demo gehe und deswegen unentschuldigt meiner beruflichen tätigkeit fernbleibe. Naja dann bekomme ich bald alg. Ausfallstunden mit blau mach Stunden auf bzw gegenzurechnen ist nicht Ihr ernst? Wo sind die Eltern der Kinder?

    Antworten (2)
    • Anonym 08.02.2019, 22:17 Uhr

      Ich gehe momentan in die 12. Klasse und stehe kurz vor dem Abitur. Daher ist mir auch die Schule gerade besonders wichtig. Dementsprechend muss ich alle Unterrichtsthemen nacharbeiten, mache mir daher mehr Arbeit und somit nicht „blau“. So geht es denke ich vielen. Dennoch ist die Umwelt ein wichtiger Faktor für uns alle. Ich glaube wir atmen die selbe Luft. Daher würde es mich freuen, wenn auch Sie an der saubereren Luft teihalben könnten und Ihre Gene, die sie bereits weiter gegeben haben oder werden, in unserer Welt noch Überlebenschancen haben. Wir wollen aber ein Zeichen setzten, dass das Allgemeinwohl Aller wichtig ist. Also auch Ihres. Ich bitte um Verständnis und hoffe, dass sie sich etwas zu einer besseren Zukunft beisteuern. Danke!

    • Dennis 09.02.2019, 01:46 Uhr

      Genau Streiken absofort auch nur noch nach der Arbeit. Stimme ich Ihnen zu.