Fridays for Future protestiert eine Woche lang in Köln

Fridays for Future protestiert eine Woche lang in Köln

Von Christian Basl

  • Fridays for Future will eine ganze Woche lang demonstrieren
  • Die Klimabewegung rechnet mit hunderten Teilnehmern
  • Geplant sind Workshops, Kundgebungen, Konzerte

Die Schülerbewegung Fridays for Future will erstmals eine ganze Woche lang streiken. Ab Montag (08.07.2019) protestieren die Schüler Tag und Nacht auf dem Alter Markt vor dem Kölner Rathaus.

Die Bewegung kritisiert vor allem die Politik: "Wir streiken seit über einem halben Jahr an jedem Freitag und bekommen inzwischen auch viel Zuspruch von der Regierung, aber es gibt immer noch keine realpolitischen Konsequenzen. Wenn Freitage nicht reichen, sind wir auch bereit, eine ganze Woche zu streiken", sagt die Schülerin Pauline Brünger von Fridays for Future.

Schulen können ihre Schüler vom Unterricht befreien

Für den Dauerstreik wollen die Schüler auch die Schule schwänzen. Ob ihnen Konsequenzen drohen, hängt von der Schule ab. Die Bezirksregierung Köln sieht die Verantwortung bei der Schulleitung: "Sie kann im Einzelfall darüber entscheiden, ob die Teilnahme an außerschulischen Versammlungen einzelnen Schülerinnen und Schülern oder Schülergruppen ermöglicht werden kann", so ein Sprecher.

Dafür müssten Eltern aber einen Antrag stellen. Die Kölner Schulen haben sich zu möglichen Konsequenzen noch nicht geäußert.

Die Veranstalter planen Workshops, Kundgebungen und Konzerte

Fridays for Future rechnet mit mehreren hundert Teilnehmern. Geplant sind neben Kundgebungen und Workshops auch Poetry-Slams und Konzerte. Die Schüler wollen auf Isomatten in großen Zelten vor dem Rathaus übernachten. In einer Feldküche wollen Eltern und Ehrenamtliche für 200 Menschen veganes Essen kochen.

Wie tickt "Fridays for Future"? MONITOR unterwegs in Aachen WDR 29.06.2019 28:30 Min. Verfügbar bis 29.06.2020 WDR Von Georg Restle

Stand: 04.07.2019, 13:48

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