Mordfall Springmann: Freispruch für mutmaßlichen Mittäter

Plädoyers Mordfall Springmann in Düsseldorf 00:30 Min. Verfügbar bis 30.10.2021

Mordfall Springmann: Freispruch für mutmaßlichen Mittäter

Auch im Revisionsprozess vor dem Düsseldorfer Landgericht wurde der mutmaßliche Mittäter freigesprochen. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass er am Mord an dem Wuppertaler Unternehmer-Ehepaar beteiligt war.

Auch wenn es Indizien gebe, dass der 48-jährige Angeklagte am Tattag im Haus der Springmanns war, habe man nicht klären können, ob er an dem Mord beteiligt war oder erst nach der Tat in das Haus kam, so das Gericht. Allerdings wurde er wegen des unerlaubten Erwerbs zweier Schusswaffen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Springmann-Enkel bereits verurteilt

Der Enkel des getöteten Ehepaars war bereits vom Landgericht Wuppertal rechtskräftig wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der mutmaßliche Komplizen wurde schon damals freigesprochen. Gegen diesen Freispruch hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Dem hatte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe stattgegeben.

Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich

Auch nach der neuen Beweisaufnahme vor dem Düsseldorfer Landgericht ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der 48-Jährige am Mord des Unternehmerehepaars beteiligt war und plädierte auf eine lebenslange Haftstrafe. Es habe einen gemeinsamen Tatplan mit dem Springmann-Enkel gegeben.

Verteidigung: "Alles Spekulation"

Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch. Das sei "alles Spekulation". Es habe keine Spuren im Hause Springmann gegeben, die eine Tatbeteiligung hätten beweisen können.

Stand: 29.10.2020, 17:32

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