Prozess wegen Freiheitsberaubung in Köln begonnen

Landgericht Köln

Prozess wegen Freiheitsberaubung in Köln begonnen

Von Markus Schmitz

  • Junger Mann wurde tagelang gequält
  • Angeklagte sitzen in U-Haft
  • Vorwurf der Freiheitsberaubung

Vor dem Kölner Landgericht müssen sich seit Dienstag (04.06.2019) vier Männer und drei Frauen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den sieben Angeklagten im Alter von 16 bis 34 Jahren Raub und Freiheitsberaubung vor. Sie sollen einen 25-jährigen Mann mit geistiger Behinderung im Februar 2019 gefangengehalten und gequält haben.

Der Prozess ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt. Alle Angeklagten sitzen in U-Haft.

 Opfer konnte fliehen

Tatort Freiheitsberaubung

Insgesamt vier Tage, so die Staatsanwaltschaft, hatten die Angeklagten den jungen Mann nicht mehr aus der Wohnung gelassen. In dieser Zeit sollen sie ihn mehrfach erniedrigt haben. So habe er die Wohnung nur mit einem Bikini bekleidet putzen müssen. Davon sollen die Angeklagten Fotos gemacht haben. Der junge Mann konnte nach den vier Tagen auf dramatische Weise flüchten. Er seilte sich mit Hilfe zusammengeknoteter Decken aus einem Fenster ab.

 Kontakt entstand auf Facebook

Der junge Mann hatte eine der Angeklagten auf Facebook kennengelernt, sagt eine Sprecherin des Kölner Landgerichts. Beim Treffen in der Wohnung warteten noch andere auf den jungen Mann. Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft sollen die mutmaßlichen Täter unter Anwendung von Gewalt dem Opfer sein Mobiltelefon, Kopfhörer und sein Portemonnaie weggenommen haben.  

Stand: 04.06.2019, 11:10