Sicherheitsgipfel: Null-Toleranz-Strategie im Düsseldorfer Rheinbad

Sicherheitsgipfel: Null-Toleranz-Strategie im Düsseldorfer Rheinbad

  • Düsseldorf setzt Sicherheitsdienst ein
  • Ergebnis von Sicherheitsgipfel im Rathaus
  • Anlass: Rheinbad zwei Mal wegen Tumulten geräumt

Nach den Tumulten im Düsseldorfer Rheinbad am vergangenen Wochenende haben Vertreter der Bädergesellschaft, der Polizei und der Ämter für Ordnung, Integration und Jugend am Donnerstag (04.07.2019) auf einem Sicherheitsgipfel eine Reihe von Maßnahmen beschlossen.

So soll im Rheinbad ab sofort eine Null-Toleranz-Strategie gelten, nach der Krawallmacher mit Hausverboten bestraft werden. Außerdem werden am kommenden Samstag erstmals vier Sicherheitskräfte im Bad im Einsatz sein. Auch der Ordnungs- und Servicedienst wird mit drei Einsatzwagen vor Ort sein. Die Maßnahmen sollen zunächst für den kompletten Sommer gelten.

Zusätzlich wurde auf dem Gipfel auch über neue Kapazitätsgrenzen für das Rheinbad gesprochen. Alle Bürger und insbesondere Familien sollen sich im Bad sicher fühlen, hieß es. Die Gremien wollen zudem diskutieren, ob diese Maßnahmen auch auf andere Bäder ausgeweitet werden sollen.

Aufruf in den sozialen Netzwerken

Ein Grund für die schnelle Umsetzung der Maßnahmen ist offenbar auch ein Aufruf in den sozialen Netzwerken, in dem sich Jugendliche verabreden, am Wochenende erneut das Rheinbad aufzusuchen. Die Polizei nimmt diesen Aufruf nach eigenen Angaben sehr ernst. Demnach beobachte man die Lage und bereite sich auf einen Einsatz vor. Zudem habe der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Gewalt im Freibad: "Die Hemmschwelle wird niedriger“

WDR 5 Morgenecho - Interview 02.07.2019 04:17 Min. Verfügbar bis 30.06.2020 WDR 5

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Der Sicherheitsgipfel fand vor einer Stadtratssitzung statt. Veranlasst hatte ihn Stadtdirektor Burkhardt Hintzsche. Der Zeitpunkt war nicht zufällig gewählt. Sowohl die CDU-Fraktion als auch die FDP-Fraktion hatten aus aktuellem Anlass Anfragen an die Stadtverwaltung gestellt, die im Stadtrat von Hintzsche beantwortet werden sollten. FDP und CDU wollten konkret wissen, was die Stadt bzw. die Bädergesellschaft unternehmen werden, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Rheinbad zwei Mal geräumt

Zahlreiche Polizeifahrzeuge stehen am späten Nachmittag vor dem Rheinbad, wo es zu einem Streit mit mehreren Hundert beteiligten Badegästen gekommen ist

Am vergangenen Samstag (29.06.2019) hatten mehrere hundert zumeist Jugendliche nach einem Streit mit einem anderen Badegast randaliert. Die Polizei musste mit einem großen Aufgebot die Situation klären und ließ das Bad räumen. Am Sonntag kam es nach einer größeren Schlägerei erneut zu einer Räumung.

Stand: 04.07.2019, 19:10