Mönchengladbacher Fußballerinnen gründen neuen Verein

Mädchen kicken den Fußball in einer Trainingsübung hin und her.

Mönchengladbacher Fußballerinnen gründen neuen Verein

  • Neuer Club heißt "FV Mönchengladbach 2020"
  • Suche nach neuem Platz und Sponsoren
  • Komplette Frauenabteilung wechselt zu neuem Verein

Die ehemaligen Fußballerinnen des 1. FC Mönchengladbach haben einen neuen Verein gegründet. Sie wollen in der neuen Saison als "FV Mönchengladbach 2020" antreten. Das bestätigte Trainer Georg Schreiber am Dienstag (30.06.2020) dem WDR.

Ihr früherer Club hatte mehrere Damenteams wegen Platzmangels für die kommende Saison abgemeldet. Nun soll die komplette Frauenabteilung mit rund 130 Mitgliedern und allen sechs Damen- und Mädchenmannschaften in den neuen Verein aufgenommen werden.

Suche nach Platz und Sponsoren

"Wir und die Mädels wollten keine Verbindung mehr zum alten Konstrukt, was Namen und Trikotfarben angeht", erzählt Schreiber. Klar sei aber gewesen, dass man als ganze Abteilung zusammenbleiben wolle. Nahezu alle hätten sich für die Gründung eines neuen Vereins ausgesprochen. In den nächsten Tagen soll der Club offiziell beim Fußballverband Niederrhein angemeldet werden.

Nun braucht der neue Club aber erstmal eine neue Trainings- und Spielstätte. Dazu hat es erste Gespräche mit der Stadt gegeben, gemeinsam wolle man eine konstruktive Lösung finden, so ein Stadtsprecher. Man hoffe aber auch auf die Hilfe anderer Gladbacher Vereine, so Schreiber. "Die Mädels sind natürlich erleichtert, dass sie jetzt wohl weiter spielen können." Es werden außerdem Sponsoren gesucht, zum Beispiel, um neue Trikots zu finanzieren.

Gespräche mit dem Verband

Parallel laufen auch Gespräche mit dem Fußballverband Niederrhein, ob die Mannschaften in ihren bisherigen Ligen weiterspielen können. "Wir hoffen da auf eine Entscheidung in dieser Woche", sagt Trainer Georg Schreiber.

Der neue Verein wolle auch offensiv auf andere Clubs in der Stadt zugehen, sagt Schreiber, etwa um über eine stärkere Zusammenarbeit gerade im Jugendbereich zu sprechen.

Stand: 30.06.2020, 15:32

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