Frau vor Zug gestoßen: Tatverdächtiger schweigt

Zwei Kerzen stehen an einer Bahntrasse.

Frau vor Zug gestoßen: Tatverdächtiger schweigt

  • Getötete Frau hinterlässt Familie
  • Täter und Opfer kannten sich nicht
  • Tatverdächtiger schweigt zu den Vorwürfen

Der 28-Jährige, der am Samstag in Voerde eine Frau vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben soll, schweigt zu den Vorwürfen. Das teilte die Polizei Duisburg am Montag (22.07.2019) mit.

Vor dem tödlichen Stoß soll sich der Täter seinem Opfer wortlos von hinten genähert haben. Er soll die 34-jährige Frau unvermittelt ins Gleisbett gestoßen haben. Die Frau hinterlässt Kind und Mann.

Polizei geht von Mordlust aus

Sie und der Täter kannten sich nach Angaben der Polizei nicht. Zuvor hatte es auch keinen Streit gegeben. Zeugen hielten den Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Der 28-jährige Tatverdächtige sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Er soll die Frau heimtückisch und aus Mordlust ins Gleisbett gestoßen haben. "Er hat sich zu den Tatvorwürfen nicht geäußert und lässt sich anwaltlich vertreten", so die Polizei.

Tatverdächtiger ist polizeibekannt

Der Tatverdächtige ist als gewalttätiger Randalierer bekannt. In zwei Fällen soll er Polizisten verletzt haben. Im Juni habe er in einer Gaststätte randaliert und sich bei der Festnahme gewehrt. Ende März soll er Nachbarn bedroht haben.

In einem weiteren Fall soll er einen Traktorfahrer angehalten und bedroht haben. Der Mann aus Hamminkeln habe in der Vergangenheit auch zwei Freiheitsstrafen als Ersatz für Geldbußen verbüßt.

Stand: 22.07.2019, 15:32