Frau vor Zug gestoßen: Mutmaßlicher Täter war der Polizei bekannt

Voerde: Blumen und Kerzen stehen an Gleis eins am Bahnhof.

Frau vor Zug gestoßen: Mutmaßlicher Täter war der Polizei bekannt

  • Polizeibekannter Mann stößt Frau vor Regio-Express
  • Beschuldigter kannte Opfer nicht
  • Staatsanwalt: Tat aus "Mordlust"

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Frau auf einem Bahnsteig im niederrheinischen Voerde haben Reisende am Montag (22.07.2019) am Tatort Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Am Samstag war dort eine 34-Jährige vor einen Zug gestoßen und getötet worden.

Täter sitzt in Untersuchungshaft

Der Mann aus Hamminkeln, der die Frau gestoßen haben soll, sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft. Er soll aus Mordlust und heimtückisch gehandelt haben, sagte der Duisburger Staatsanwalt Alexander Bayer dem WDR. Täter und Opfer kannten sich demnach nicht.

Frau wird von Zug überrollt und stirbt

Der Täter soll die 34-Jährige am Samstagmorgen unvermittelt und mit voller Wucht vor den Zug gestoßen haben. Einen Streit gab es laut den Ermittlern nicht. Die Frau aus Voerde stürzte ins Gleisbett und wurde von dem einfahrenden Zug überrollt. Sie konnte trotz Reanimationsmaßnahmen nicht gerettet werden und starb vor Ort.

Mann ist polizeibekannt

Der Mann, der nach WDR-Informationen mindestens ein Kind hat und von seiner Frau getrennt lebt, ist polizeibekannt - unter anderem wegen Gewalttaten, Verkehrsdelikten und Trunkenheitsfahrten.

Der 28-Jährige wurde von Zeugen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Zu den Hintergründen der Tat konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Der Bahnhof in Voerde war für Ermittlungsarbeiten zeitweise gesperrt worden.

Stand: 22.07.2019, 10:10