Frau in Brand gesetzt: Urteil in Bonn 

Der Angeklagte mit seiner Verteidigerin vor Gericht.

Frau in Brand gesetzt: Urteil in Bonn 

Von Christoph Hensgen

  • Urteil zu sechs Jahren Haft
  • Verurteilter hatte seine Partnerin angezündet
  • Kein versuchter Mord

Das Landgericht hat am Donnerstagnachmittag (23.05.2019) einen Dauercamper aus Königswinter wegen besonders schwerer Brandstiftung und schwerer Körperverletzung zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Mit Benzin übergossen und angezündet

Weil sich seine Lebensgefährtin von ihm trennen wollte, soll der Angeklagte sie im September vergangenen Jahres mit Benzin übergossen haben. Da in dem Wohnwagen eine Kerze brannte, kam es sofort zu einer Verpuffung. Anschließend soll der Angeklagte zur Besinnung gekommen sein: Er zog seine brennende Partnerin aus dem Wohnwagen und löschte die Flammen.

Keine Anklage wegen versuchten Mordes

Weil er die Frau durch das Löschen der Flammen vor dem sicheren Tod gerettet hat, lautete die Anklage der Staatsanwaltschaft nicht auf versuchten Mord, sondern lediglich auf schwere Körperverletzung.

Stand: 23.05.2019, 15:22