Alltags-Helden im Fokus

Alltags-Helden im Fokus Lokalzeit2go - Bergisches Land 12.11.2019 02:33 Min. Verfügbar bis 12.11.2020 WDR Wuppertal Von Timo Spicker

Alltags-Helden im Fokus

  • Fotoprojekt des Bewohnertreffs "Oase"
  • Ausstellung über Nachbarschaft in Wuppertal-Uellendahl
  • Junger Fotograf aus Damaskus

Es war Spätsommer, als sich Laith Ramadan und die Wuppertaler Fotografin Antje Zeis-Loi zum ersten Mal auf dem Kinderspielplatz vor dem Bewohnertreff "Oase" verabredeten.

Sie wollten gemeinsam fotografieren und Menschen in den Fokus nehmen, die allzu oft übersehen werden: zum Beispiel die beiden Männer, die sich um die öffentlichen Grünflächen kümmern oder den Bewohner, der das behinderte Kind seiner Nachbarn regelmäßig zum Arzt fährt.

Zusammen haben die beiden einen anderen, neuen Blick auf ein Stadtteil gerichtet, das sonst als sozial problematisch beschrieben wird: Mit Menschen aus 22 Nationen in dicht gedrängten Hochhäusern. Unter den Bewohnern sind viele Geflüchtete aus Krisengebieten - so wie Laith Ramadan selbst.

Berufswunsch Fotograf

Laith Ramandan schaut durch die Linse seiner Kamera.

Nachwuchsfotograf Laith Ramadan

Laith Ramadan ist 21 Jahre alt. Er ist mit seiner Familie aus Syrien geflohen und lebt selbst in Wuppertal-Uellendahl. Für ihn ist das Foto-Projekt, das die Diakonie Wuppertal gemeinsam mit anderen Partnern realisiert hat, ein persönliches Anliegen. Zum einen kennt er viele der Menschen, die er fotografiert. Zum anderen möchte er selbst professioneller Fotograf werden und bekommt so viele Tipps.

"Wir im Quartier"

Ein Bild: Zwei ältere Herren sitzen auf der Bank.

Entstanden sind ein gutes Dutzend Portraits, die gemeinsam die Ausstellung "Wir im Quartier" bilden. Zu sehen ist sie noch bis zum 9. Dezember im Evangelischen Gemeindezentrum am Röttgen 22. Danach wird sie zur Wanderausstellung, um auch in anderen Stadtteilen die Menschen zu ermutigen, Ausschau nach Alltags-Helden zu halten.

Stand: 12.11.2019, 08:00

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