Düsseldorf kämpft weiter für Bundesinstitut für Fotografie

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Düsseldorf kämpft weiter für Bundesinstitut für Fotografie

Eine Machbarkeitsstudie empfiehlt Essen als Standort für das neue Institut. In Düsseldorf gibt man aber noch nicht auf — und schlägt eine Lösung mit zwei Standorten vor.

Die Empfehlung der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie ist eindeutig: Das Gelände von Zeche Zollverein in Essen ist demnach am besten geeignet für das neue Foto-Institut. Als Grund wird vor allem der Flächenbedarf genannt. Das in Düsseldorf vorgesehene Grundstück sei zu klein.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller schlägt deshalb jetzt eine Cluster-Lösung vor: Es könnten zwei Standorte für das Institut entstehen, einer in Essen, der andere in Düssedorf.

"Eine Kooperation der Landeshauptstadt Düsseldorf mit der Stadt Essen könnte wertvolle Synergien schaffen und Positionen und Ansätze der Fotografie gemeinsam zusammenführen und so ein breit aufgestelltes Cluster Fotografie mit internationaler Strahlkraft entwickeln", so Keller. Sowohl das Rheinland als auch das Ruhrgebiet spielten in der Geschichte und Entwicklung der Fotografie eine bedeutende Rolle.

Stiftung Zollverein und Ruhr Museum erfreut über Studie

Die Stiftung Zollverein und das Ruhr Museum zeigten sich hingegen hocherfreut über das am Freitag bekannt gegebene Ergebnis der Machbarkeitsstudie. "Es gibt keinen passenderen Ort als das industrielle Welterbe Zollverein", hieß es.

Institut soll Nachlässe sichern

Das neue Institut soll unter anderem Nachlässe wichtiger Fotografen in Deutschland sichern. Laut der Studie soll das Institut etwa 125 Millionen Euro kosten. Es soll demnach 2027 fertiggestellt werden.

Bundesinstitut für Fotografie soll nach Essen

WDR 3 Mosaik 13.03.2021 07:19 Min. Verfügbar bis 13.03.2022 WDR 3


Essen will ein erweiterbares Grundstück auf dem Gelände der Zeche Zollverein zur Verfügung stellen. Düsseldorf hatte ein Grundstück in Rheinnähe am Ehrenhof zugesagt.

Stand: 15.03.2021, 11:13