Zeppelin untersucht Luftqualität zur Corona-Zeit

Zeppelin kurz vor Stadt

Zeppelin untersucht Luftqualität zur Corona-Zeit

  • Forschungszentrum untersucht Luftqualität während der Corona-Zeit
  • Zeppelin misst Spurengase und Feinstaub im Rheinland
  • Düsseldorf, Köln und Duisburg gehören zu den Zielen

Das Forschungszentrum Jülich untersucht mithilfe eines Zeppelins, wie sich die Corona-Pandemie auf die Luftqualität im Rheinland auswirkt. Am Freitag (08.05.2020) fliegt der Zeppelin eine Route von Bonn über die Eifel und Jülich bis hin nach Duisburg.

Spurengase und Feinstaub werden gemessen

Der Zeppelin startet am Flughafen Bonn-Hangelar. Von dort fliegt er unterschiedliche Routen. In den vergangenen Tag war er bereits Richtung Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach unterwegs.

Auf den Flügen werden Kohlenmonoxid, Stickoxide und Ozon gemessen. Auch der Feinstaubgehalt der Luft wird erfasst. Die Messgeräte befinden sich in einer 20 Kilogramm schweren Alubox unterhalb der Passagierkabine.

Messungen sollen Wissenslücken schließen

Zepplin in der Luft

Die Ergebnisse zur Luftqualität in NRW sollen Ende Mai vorliegen.

Laut der Jülicher Klimaforscherin Prof. Astrid Kiendler-Scharr zeigen bereits Städte wie Delhi und London, dass die Maßnahmen, die im Zuge der Corona-Krise getroffen wurden, gravierende Auswirkungen auf die Luftqualität haben. Die Luft sei in den beiden Städten schlagartig besser geworden.

Die Zeppelin-Flüge über das Rheinland würden zeigen, wie genau sich der Corona-Shutdown auf die Luft dort auswirkt. Es handle sich um einmalige Beobachtungsmöglichkeiten, die bestehende Wissenslücken schließen könnten. Nach Angaben des Forschungszentrums sollen die ersten Ergebnisse in 14 Tagen vorliegen.

Zeppelin kann auf der Stelle schweben

Die Jülicher Troposphärenforscher nutzen den Zeppelin NT bereits seit 2007 als Messplattform. Er hat seinen Heimathafen in Friedrichshafen am Bodensee.

Seine besonderen Flugeigenschaften machen ihn laut der Forscher zu einem idealen Transportmittel für die Messgeräte: Er könne auf der Stelle schweben wie ein Hubschrauber, sei dabei wesentlich leiser und werde deshalb nicht als störend empfunden.

Stand: 08.05.2020, 14:15