Erkelenz: Breites Bündnis fordert Abrissstopp für Garzweiler II-Dörfer

Bild des Braunkohletagebaus Garzweiler II

Erkelenz: Breites Bündnis fordert Abrissstopp für Garzweiler II-Dörfer

Von Thomas Wenkert

Auch evangelische und katholische Organisationen fordern einen Abrissstopp für die Dörfer am Braunkohletagebau Garzweiler II.

Einer entsprechenden Resolution an NRW-Ministerpräsident Laschet haben sich inzwischen 46 Gruppierungen angeschlossen, mehr als die Hälfte davon sind kirchliche Institutionen. Die Landesregierung wird aufgefordert, die Zerstörung von Heimat und Natur zu stoppen. Auch, weil ein lange vom Wirtschaftsministerium unter Verschluss gehaltenes Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass die fünf Garzweiler II-Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath nicht zwangsläufig abgebaggert werden müssen, wenn Deutschland früher aus der Braunkohle aussteigt.

Erst einmal sollten alle Gerichtsverfahren gegen Garzweiler II beendet sein. RWE solle bis dahin keine weiteren Fakten schaffen. Außerdem wollen die Unterzeichner ein persönliches Gespräch mit Ministerpräsident Laschet.

Positionen der Stadt Erkelenz und RWE

Die Stadt Erkelenz hat in ihrer Stellungnahme zur geplanten Leitentscheidung betont: Das Abbaufeld für den Braunkohletagebau Garzweiler II solle so klein wie möglich gehalten werden. Auch mit der Möglichkeit, dass Ortschaften stehen bleiben könnten. Die Pläne des RWE-Konzerns sehen vor, Garzweiler II bis zum Ausstieg aus der Braunkohle 2038 zu nutzen. Eine Verkleinerung wird abgelehnt.

Stand: 24.02.2021, 11:45