Ford-Chef: Langfristig fallen weiter Jobs weg

Ford-Logo

Ford-Chef: Langfristig fallen weiter Jobs weg

Von Jens Gleisberg

  • Weniger Stellen wegen Elektroautos
  • Produktion stark betroffen
  • Abfindungsprogramm läuft

Beim Automobilhersteller Ford werden langfristig weit mehr Stellen wegfallen als bisher geplant. Laut Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann am Mittwoch (05.06.2019) ist das laufende Abfindungsprogramm nur der erste Schritt zu weiterem Jobabbau.

Produktion von Elektroautos kostet Jobs

Durch die Umstellung auf den Bau von Elektroautos werde rund ein Viertel der Jobs in der Produktion wegfallen. An Elektroautos würden rund 30 Prozent weniger Teile verbaut als bei Diesel-Pkw oder Benzin-Pkw. Zum Beispiel würden keine Getriebe gebraucht und verbaut. Dies vereinfache die Produktion und dadurch reduziere sich die Mitarbeiterzahl.

Forschungsstandort Köln-Merkenich bislang sicher

Ob von dem Wandel in der Automobilindustrie auch der Forschungsstandort in Köln-Merkenich betroffen ist, hänge noch davon ab, wo die kommende Automobilgeneration des Herstellers entworfen werden soll.

Jobabbau in Köln und Saarlouis

Derzeit baut Ford in Deutschland 5.400 Stellen an den Standorten Köln und Saarlouis ab von insgesamt 24.000 Stellen zu Jahresbeginn. Durch diese Maßnahme will Ford wieder dauerhaft schwarze Zahlen schreiben. Mitte des Jahres wird Ford nach eigenen Angaben bekanntgeben, wie viele der Stellen durch Abfindungen, Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeit abgebaut werden konnten. Bis spätestens zum nächsten Jahr soll die Zahl der 5.400 Stellen erreicht sein. Betriebsbedingte Kündigungen seien bis zum Frühjahr 2022 durch eine Betriebsvereinbarung ausgeschlossen.

Stand: 05.06.2019, 15:16

Weitere Themen