Köln: Protest gegen Schließungspläne bei Ford

Mitarbeiter protestieren mit Hupkonzert gegen Schließungspläne

Köln: Protest gegen Schließungspläne bei Ford

Von Jens Gleisberg

Mit einem Hupkonzert haben die Mitarbeiter am Ford-Entwicklungszentrum für Auto-Getriebe gegen die geplante Betriebsschließung protestiert. Die Mitarbeiter saßen während der Betriebsversammlung in ihren Autos auf dem Firmenparkplatz.

Von den rund 400 Beschäftigten soll die Hälfte den Arbeitsplatz verlieren. Ein Viertel der Belegschaft kann auf neue Arbeitsplätze im Ford-Konzern wechseln, die restlichen in eine Transfergesellschaft. Der Betriebsrat muss nun zusammen mit dem Unternehmen festlegen, welche Mitarbeiter jeweils von den Regelungen betroffen sind.

Geplante Schließung ist Folge der Entwicklung auf Automarkt

Die Getriebe-Entwicklung und den Prototypenbau hatte Ford zuletzt zusammen mit dem Partnerunternehmen Magna geführt. Jetzt haben sich die Unternehmen wieder voneinander getrennt. Und es droht die Abwicklung des Bereiches. Eine Folge der Entwicklung auf dem Automarkt. Denn für die zunehmende Anzahl an technisch einfacheren Elektroautos werden keine so aufwendig wie bisher entwickelten Getriebe benötigt.

 Partnerunternehmen teilen sich auf

Ford-Logo

Auch die Fertigung der Getriebe wurde neu aufgeteilt. Magna erhält das Getriebewerk in Bordeaux, wo die Fiesta-Getriebe montiert werden. Ford bekommt die Werke im britischen Halewood, wo Getriebe etwa für Kuga und Focus mit größeren Motoren montiert werden. Im Kölner Werk bleiben die für Getriebe für leichte Nutzfahrzeuge.

Stand: 20.01.2021, 14:26