Wegen Brexit: Kölner Fordwerk produziert freitags keine Fiesta mehr

Archivfoto: Ford Fiesta Modelle laufen im Fordwerk Köln durch die Produktion (2011)

Wegen Brexit: Kölner Fordwerk produziert freitags keine Fiesta mehr

  • Ford setzt auf Kurzarbeit
  • Mitarbeiter haben freitags frei
  • Fiesta läuft nur noch montags bis donnerstags vom Band

Der Kölner Autobauer Ford hat für den Rest des Jahres Kurzarbeit beschlossen. In der Fiesta-Produktion soll in der Regel nur noch vier Tage in der Woche gearbeitet werden. Derzeit haben laut Unternehmen mehr als 2.000 Mitarbeiter freitags frei. Damit reagiert Ford auf die schwächere Nachfrage unter anderem in Großbritannien wegen des Brexits. Dort sei die Nachfrage um ein Drittel eingebrochen.

Markt in Großbritannien eingebrochen

Ford verkaufte vergangenes Jahr knapp 27.000 Fahrzeuge in Großbritannien weniger als im Vorjahr. Auch in Südeuropa brach die Nachfrage ein. Nach Angaben des Unternehmens konnte auch das Hoch beim Fiesta-Verkauf in Deutschland die Verluste nicht ausgleichen.

Beratungen im Mai

Ob die Kurzarbeit das ganze Jahr bestehen bleibt, ist noch unklar. Im Mai will die Geschäftsleitung des Unternehmens nach eigenen Angaben noch einmal darüber beraten. Die Einbußen der Fordmitarbeiter seien relativ gering, da es Kurzarbeitergeld gebe und das Unternehmen ebenfalls einen Ausgleich zahle.

Stand: 12.02.2020, 08:50