Neues E-Auto: Produktion sichert Ford-Standort in Köln-Niehl

Ford in Köln-Niehl

Neues E-Auto: Produktion sichert Ford-Standort in Köln-Niehl

Der Autobauer Ford will eine Milliarde Dollar in das Werk in Niehl investieren. Durch den Umbau soll ab 2023 das erste Elektroauto vom Band laufen.

Mit der Entscheidung für Köln ist die Produktion im Werk für die kommenden Jahre gesichert, sagt der Betriebsratschef Martin Hennig. Und weiter: "Sie bedeutet erst mal eine Perspektive. Das Problem ist ja, dass wir mit dem Auslauf des Fiestas oder der Laufzeit des Fiestas kein Nachfolgeprodukt für den Kölner Standort haben. Von daher ist es eine Perspektive. Wir haben ein neues Fahrzeug, ein elektrisches Fahrzeug und damit gibt es eine fortlaufende Produktion auch nach dem Auslauf des Fiestas."

Ab 2030 plant Ford nur noch mit E-Autos

Auf einer Pressekonferenz stehen mehrere Männer nebeneinander

Die Pressekonferenz im Ford-Werk in Köln-Niehl

Köln bekommt damit als erster Ford-Standort in Europa den Zuschlag für ein rein batteriebetriebenes Auto. Die Fiesta-Modelle mit dem herkömmlichen Verbrennungsmotor sollen voraussichtlich bis 2024 weiter gebaut werden. Ab 2030 will Ford dann nur noch elektrisch betriebene Fahrzeuge herstellen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte sich am Mittag auf einer Pressekonferenz: "Heute legen wir den Grundstein für eine neue Ära. Ab 2023 soll das erste weltweit rein batterie-elektrische Kleinwagenmodell der Ford-Motor-Company hier in Köln-Niehl produziert werden. Ich bin sicher, von Köln aus können und werden sie die Mobilität der Zukunft in ganz Europa mitprägen."

Mitarbeiter auf dem blauen Teppich

Heute Morgen war für die Mitarbeiter am Werk in Niehl ein großer, blauer Teppich ausgerollt worden. Zudem gab es eine Licht-Show, der Schriftzug "Go Electric, Go Köln" erstrahlte an einem der großen Werksgebäude. Die Zusage an Köln bedeutet die Sicherung des Standortes in Niel. Da der Fiesta ausläuft, stand bis dato nicht fest, ob dort überhaupt weiterhin Autos gebaut werden können.

Ein Drittel weniger Arbeitsplätze

Das neue E-Auto sichert die Produktion bei Ford im Kölner Stadtteil Niehl

Das neue E-Auto sichert die Produktion bei Ford im Kölner Stadtteil Niehl

Langfristig bedeutet das allerdings auch den Wegfall von tausenden Arbeitsplätzen, weil Elektroautos einfacher konstruiert sind. Betriebsratschef Martin Hennig rechnet mit rund einem Drittel weniger Arbeitsplätzen. Derzeit arbeiten bei Ford in Köln 15.600 Menschen.

Köln als Zentrum der E-Mobilität

Köln soll zum Zentrum der europäischen Elektromobilität von Ford werden. Hier ist auch das Entwicklungszentrum für die Autos angesiedelt und zwar in Merkenich. Derzeit wird das amerikanische Elektromodell "Mach-E" auf den europäischen Markt angepasst. Das Modell, das ab 2023 gebaut wird, hat die Antriebsplattform vom Konkurrenten VW. Der Betriebsrat hofft, dass künftige Modelle komplett bei Ford entwickelt und produziert werden können.

Stand: 17.02.2021, 11:57

Weitere Themen