Rheinisches Revier – Startschuss für den Wandel

Morschenich von oben mit Tagebau im Hintergrund

Rheinisches Revier – Startschuss für den Wandel

  • Fördergelder für die Gemeinde Merzenich
  • Forschungszentrum plant Feldlabore
  • Bioökonomie als Chance für den Strukturwandel

Einen Tag nach der Ankündigung von RWE, nach dem Hambacher Forst auch die Ortschaft Morschenich erhalten zu wollen, fliessen die ersten Millionen Fördergelder in die Gemeinde Merzenich.

24 Millionen für Bioökonomie

Heute wird das Forschungszentrum Jülich das Innovationsprojekt “Bioökonomie Revier” vorstellen. Unter anderen will das Institut für Pflanzenwissenschaften die Tagebaufelder als Feldlabore nutzen. Tests, die sonst nur in Asien stattfinden können, sollen hier schon bald stattfinden. “Wir wollen versuchen, Pflanzen zu erzeugen, die weniger Nährstoffe benötigen. Und dafür bieten sich die wasserarmen Tagebauflächen an”, erklärt Professor Ulrich Schurr, Direktor des Instituts für Pflanzenwissenschaften. Dafür will der Bund rund 24 Millionen Euro an Fördergeldern bereitstellen.

 Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

Aber das ist nicht der einzige Ansatz. Es sollen auch Kunststoffe hergestellt werden, die ohne Erdöl auskommen. Innovation und Nachhaltigkeit sind für die Landwirtschaft der Zukunft wichtig, sagt Schurr. Das könne jeder sehen: “Wenn hier zum Beispiel statt Weizen und Zuckerrüben andere Pflanzen angebaut werden, dann merken das die Menschen direkt." Strukturwandel wird sichtbar.

 Große Chance für den Strukturwandel

An der Auftaktveranstaltung nimmt auch Thomas Rachel teil. Der Christdemokrat aus Düren ist Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Im Vorfeld betonte er, dass in der Bioökonomie große Chancen für das Rheinische Revier liegen.

Stand: 21.01.2020, 15:40