Ein halbes Jahr nach der Flut: Ein Blick in betroffene Gebiete

Ein halbes Jahr nach der Flut sind immer noch viele Spuren der Katastrophe sichtbar - in der Eifel, Eschweiler und Stolberg. Wir haben genauer hingeschaut.

leerstehendes und runtergekommenes Haus, in dem die Frontscheibe fehlt

Die Flut im Sommer hat die Urftseestraße in Gemünd besonders hart getroffen. Auch heute stehen hier noch einige Häuser leer. Besonders sticht ein Haus hervor, in dem zuvor fünf Parteien gelebt haben. Mittlerweile sind alle ausgezogen und das völlig zerstörte Haus wurde verkauft.

Die Flut im Sommer hat die Urftseestraße in Gemünd besonders hart getroffen. Auch heute stehen hier noch einige Häuser leer. Besonders sticht ein Haus hervor, in dem zuvor fünf Parteien gelebt haben. Mittlerweile sind alle ausgezogen und das völlig zerstörte Haus wurde verkauft.

Während in der Urftseestraße in Gemünd ein Handwerkerauto neben dem anderen steht, weisen einige Häuser immer noch starke Schäden der Verwüstung auf.

Auch in der Innenstadt von Gemünd herrscht noch Stille. Die Läden sind provisorisch verschlossen und wo einst eine kleine Eisdiele mit Glasfront ihren Platz hatte, findet sich heute eine Fassade aus Spanplatten.

Der Campingplatz Vichtbachtal in Mulartshütte ist auch ein halbes Jahr nach der Flut noch verwüstet.

Die Brücke in Mulartshütte wird derzeit neu gebaut. Denn die Flut hat diese im Sommer schwer beschädigt. Im Moment ist es daher nicht möglich, in Mulartshütte von der einen Seite der Vicht auf die andere zu kommen. Denn auch die kleine Holzbrücke für Fußgänger auf dem Campingplatz wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.

In Nettersheim hat die Flut im Sommer zahlreiche Häuser zerstört. Heute, ein halbes Jahr später, muss man etwas genauer hinschauen, um die Auswirkungen der Flut noch in dem kleinen Dorf in der Eifel zu sehen. Doch der Schein trügt: Die meisten Häuser stehen vorrübergehend leer, werden getrocknet oder renoviert. Besonders ein Haus fällt auf, dem man auch heute die Katastrophe noch deutlich ansieht.

Auch in Hellenthal muss man ein halbes Jahr nach der Flut genauer hinschauen, um die Auswirkungen der Flutkatastrophe zu erkennen. Blickt man jedoch gezielt auf das weiße Haus im Hintergrund, ist die Wasserlinie an der Hauswand noch heute erkennbar. Ungefähr einen Meter hoch stand das Wasser hier.

Dieses Gebäude (links) in Stolberg würde eigentlich deutlich weiter nach rechts im Bild stehen. Doch es wurde im Sommer von der Flut zum Großteil mitgerissen. Heute liegen die restlichen Teile wahrscheinlich irgendwo im Uferbereich der Vicht verteilt.

Viele Kindertagesstätten in Eschweiler müssen nach der Flut immer noch getrocknet werden. So auch diese Kita in der Dechant-Kirschbaumstraße, die derzeit von mehreren Bautrocknern geziert wird.

Stand: 14.01.2022, 11:30 Uhr