Streik am Flughafen Düsseldorf: 56 Flüge gestrichen

Verdi-Mitarbeiter streiken am Düsseldorfer Flughafen

Streik am Flughafen Düsseldorf: 56 Flüge gestrichen

  • Streik am Düsseldorfer Flughafen
  • Forderung: Mehr Geld für Bodenpersonal
  • Ausfälle und Verspätungen am Donnerstag
Kommentare (23)

Am Flughafen Düsseldorf kam es am Donnerstag (07.02.2019) zu Flugausfällen und -verspätungen. Von 03:00 bis 11:00 Uhr streikte ein Teil des Bodenpersonals, das unter anderem die Flugzeuge be- und entlädt.

Zu dem Warnstreik hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Sie fordert unter anderem die Einführung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie eine bessere Bezahlung von Nacht-, Schicht- und Feiertagsarbeit. "Die körperlich anstrengende Arbeit muss besser honoriert werden", teilte die Gewerkschaft am Mittwoch (06.02.2019) mit.

56 Starts und Landungen gestrichen

Überschaubare Warteschlangen am Check-In

Noch keine großen Warteschlangen am Morgen

Nach Angaben des Flughafens wurden in Düsseldorf 56 Starts und Landungen wegen des Streik gestrichen. Am Morgen war die Lage im Abflugterminal trotzdem entspannt. An den Check-In-Schaltern, die zum Teil auch bestreikt wurden, bildeten sich kaum längere Schlangen.

Servicemitarbeiter im Einsatz

Eurowings hatte vorab schon 24 Flüge von und nach Düsseldorf gestrichen, das war bis zum Mittag etwa jeder vierte Flug. Auch weitere Airlines wie die Lufthansa waren betroffen. Der Flughafen hatte zusätzliche Servicemitarbeiter im Einsatz, um betroffenen Passagieren zu helfen. Nach Angaben eines Sprechers gab es nur wenige Verzögerungen, da andere Dienstleister beim Gepäckverladen ausgeholfen hätten.

Tarifverhandlungen bisher ohne Ergebnis

Auch am Flughafen Hannover hat Verdi das Bodenpersonal zu Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaft verhandelt derzeit mit dem Bodenabfertiger Aviapartner über Tarifverträge an den Flughäfen. Aviapartner habe auch nach zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt, so Verdi. Zuletzt kam es am Montag zu einem Warnstreik und dadurch zu Flugausfällen und Verspätungen am Flughafen Hamburg.

Streik am Düsseldorfer Flughafen

WDR 2 | 07.02.2019 | 00:39 Min.

Stand: 07.02.2019, 17:42

Kommentare zum Thema

23 Kommentare

  • 23 Strike 08.02.2019, 08:37 Uhr

    Weg mit dem Fliegern - dann muss auch keiner mehr streiken und das aktuelle Umweltproblem wäre von heute auf morgen gelöst. Diese Flugstinker werden in keiner Berechnung berücksichtigt!

  • 22 Horst Necker 07.02.2019, 13:38 Uhr

    Privatisierungen um den Lohn zu drücken sind einer der wichtigsten Gründe, warum ich nur noch Populisten wähle und auf keinen Fall mehr in absehbarer Zeit die etablierten Parteien. Wenn man so will, ich bestreike ich schon seit Gerd Schröder die die Etablierten. Aus diesem Beitrag geht nicht sauber hervor wer da eigentlich streikt. So oder so ist es nicht verständlich, warum ein belgisches Unternehmen in Düsseldorf die Flugzeugabfertigung übernimmt oder warum die Bundespolizei private Sicherheitsdienste mit Übernahme von hoheitlichen Aufgaben betraut.

  • 21 Bernd 07.02.2019, 13:25 Uhr

    Faire Preise (auch für Arbeit) gibt's nur in der Marktwirtschaft. Der Soziallismus spaltet die Gesellschaft in Profiteure und Verlierer. In der Marktwirtschaft hat jeder die Chance gut zu leben, egal ob er mit seinen Lebensvorstellungen alleine ist, oder ob er einer von 100tausenden ist.

    Antworten (1)
    • Horst Necker 07.02.2019, 14:52 Uhr

      Sie stellen aber steile Thesen auf. Faire Preise (auch für Löhne) gab es in der Sozialen Marktwirtschaft aber nicht im neoliberalen Markt seit Schröder. Ohne Einzelheiten zu kennen stelle ich mal die Vermutung auf, da war das Bodenpersonal noch bei der Flughafengesellschaft angestellt und die Sicherheitskontrollen wurden vom Zoll durchgeführt. Früher hatte tatsächlich jeder "die Chance gut zu leben" aber das gilt heute nicht mehr, im Wettbewerb der niedrigsten Löhne und Renten.

  • 20 Bernd 07.02.2019, 13:21 Uhr

    Die Gewerkschaften sind die Feinde von uns Arbeitnehmern. Steigende Lohne (=steigende Preise) bei 0 Zinsen, damit werden wir Arbeitnehmer um die Kaufkraft unserer Ersparnisse betrogen. Die Gewerkschaften sollen endlich für fallende Preise und steigende Zinsen demonstrieren, aber nicht unsere Ersparnisse zerstören.

    Antworten (1)
    • Anett 08.02.2019, 08:39 Uhr

      Das ist ja eine wirklich steile These. Ohne steigende Löhne haben Arbeitnehmer überhaupt keine Möglichkeit, Rücklagen/ Ersparnisse zu bilden. Steigende Löhne und steigende Preis hängen ja nun nicht zwingend zusammen. Wenn es so wäre, hätten die Preise in vielen Branchen seit Jahren nicht oder deutlich weniger steigen dürfen. Steigende Löhne lassen sich auch durch geringe Ausschüttungen an Aktionäre oder geringere Gewinnspannen ausgleichen. Aber wenn man auf mehr Urlaub, höhere Löhne und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verzichten will, kann man sich natürlich den Gewerkschaftshasser geben. Ein Hoch auf höhere Gewinne der Arbeitgeber!

  • 19 Udo Neubauer 07.02.2019, 13:20 Uhr

    Ich bin der Meinung, dass eine gerechte Bezahlung für seine geleistete Arbeit sehr wichtig ist. Es wird aber auf Dauer langweilig, wenn eine Gewerkschaft für jede einzelne Berufsgruppe am Flughafen einen einzelnen Aufstand probt. Kann man das nicht zusammen fassen und die Forderungen für alle Berufsgruppen gleichzeitig stellen. Sie verursachen einen volkswirtschaftlichen Schaden.

  • 18 Apron 07.02.2019, 11:55 Uhr

    Warum sollen Menschen für wenig Geld arbeiten damit andere billig fliegen können ? Merkt ihr was ? Der Streik ist völlig gerechtfertigt !

  • 17 Arnooo 07.02.2019, 11:35 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 16 Karl Nickel 07.02.2019, 11:23 Uhr

    .. es reicht und es muß endlich eine Möglichkeit geschaffen werden die Gewerkschaften für verpaßte Reisen in Regress zu ziehen.

    Antworten (2)
    • Arnoo 07.02.2019, 11:37 Uhr

      Finde ich auf jeden Fall auch! Wann hat ihre Berufsgruppe denn mal gestreikt? Wofür kann ich sie denn in Regreß nehmen?

    • Horst Necker 07.02.2019, 14:21 Uhr

      ".. es reicht und es muß endlich eine Möglichkeit geschaffen werden .." die Unternehmer und Politik für Lohndrückerei ".. in Regress zu ziehen." Bei Politik kann man abwählen aber das macht die Vergangenheit nicht ungeschehen und die Wiederherstellung einer Sozialen Marktwirtschaft ist um Umfeld der EU auch nicht so einfach.

  • 15 Moloch Verdi 07.02.2019, 11:02 Uhr

    für welchen Bereich fühlt sich Verdi nicht verantwortlich, die Tarifverhandlungen zu führen ? ? ? Für mich ist Verdi mittlerweile eine "MACHT" geworden und viele Einzelgewerkschaften haben das Nachsehen . . . - und Verdi nutzt diese Machtfülle aus. Eine starke Gewerkschaft ist gut für die Arbeitnehmer, doch Verdi besitzt fast so etwas wie eine Monopolstellung, wo bleibt hier das Kartellamt? ? ? - manche Forderung von Verdi ist berechtigt, doch auch Augenmaß ist ebenso wichtig und hier beginnt der Drahtseilakt für Verdi ! ! !

  • 14 Urlauber 07.02.2019, 08:46 Uhr

    Das gerät allmählich aus den Fugen. Ich verstehe Verdi und Co nicht. Sie sorgen letztendlich mit dazu das das Gefälle von gut Leben und Darben sich immer weiter entwickelt. Ich denke an die Altenpfleger die kaum Rückendeckung bekommen, eine Ausbildung durchlaufen müssen und wesentlich weniger verdienen, die ihren Job als Berufung ansehen und immer parat stehen wenn der Kollege krank wird, egal ob Urlaub zu Hause verbracht wird oder Freischicht ist. Es kann nicht immer nur eine Seite mehr verdienen und der Rest fällt ab. Für viele ist der Urlaub dringend erforderlich um die Arbeit weiter verrichten zu können und der wird dadurch zunichte gemacht.

    Antworten (1)
    • FairodrUnfair 07.02.2019, 12:46 Uhr

      Der Streik ist absolut BERECHTIGT!!! . Ganz ehrlich zu sein, keiner von Ihrer Persönlichkeiten würde für 10 bis 14 Euro BRUTTO!!! die Stunde arbeiten wollen. Und ausserdem sollte man 1-2 Tage streiken, ein ZEICHEN setzen! Dann hören in Zukunft evtl. die Streiks auch endlich auf... was ich aber bezweifle...

  • 13 Angepisst 07.02.2019, 08:13 Uhr

    Wie kann man nur so bescheuert sein. Da können Familien die lange auf ihren Urlaub gespart haben nicht in den Urlaub du weil sich die Herrschaften nicht einig werden! Es muss eine andere Lösung geben als den Streik auf dem Rücken der Urlauber auszutragen. Irgendwann habt ihr es geschafft und die Leute fahren wieder mit dem Auto in den Urlaub. Dann habt ihr keine Jobs mehr!

    Antworten (3)
    • Dann sollten Sie 07.02.2019, 08:47 Uhr

      zeitig aufbrechen. Gute Fahrt und viel Spass im Stau!

    • scheinheilig 07.02.2019, 09:29 Uhr

      ihr würdet alle das Gleiche tun

    • Ky 07.02.2019, 11:16 Uhr

      Fahr du mit dein Auto !

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