Simulierter Absturz - Flughafen Düsseldorf probt Ernstfall

Starke Rauchentwicklung und Feuer für die Flugunfallübung

Simulierter Absturz - Flughafen Düsseldorf probt Ernstfall

Von Ina Reuter

  • Flughafen Düsseldorf probt für Ernstfall
  • Simulierter Absturz eines Hubschraubers
  • 350 Einsatzkräfte auf Rollfeld beteiligt

Eine Explosion und starke Rauchentwicklung an einem Flieger auf dem Rollfeld: So spektakulär begann für 350 Einsatzkräfte die Flugunfallübung "Tango 2019" am Samstag (30.03.2019) am Düsseldorfer Flughafen.

Das Szenario: Eine Passagiermaschine rollt Richtung Startbahn, als ein Hubschrauber mit defektem Heckmotor ins Trudeln gerät und direkt auf das Flugzeug stürzt. Beide Maschinen fangen Feuer. Die Rettungskräfte müssen nun die Passagiere aus der brennenden Maschine retten.

Schauspieler mimen die Verletzten

Rettungskräfte tragen Schauspieler aus dem Unfallszenario heraus

Feuerwehrleute tragen einen "Verletzten" über das Rollfeld

Die Rollen der Verletzten übernehmen Schauspieler. Die Rettungskräfte müssen 20 Menschen ins Krankenhaus bringen. Sogar eine Leiche muss geborgen werden. Immer wieder sind überraschende Sonderszenarien eingebaut. So muss zum Beispiel die Bundespolizei einen Gefangenen in Handschellen aus dem Flugzeug abführen. Der Inhaftierte war ebenfalls als Passagier in der Maschine.

Besorgte Angehörige

Passagier mit Brandwunden wird von Rettungskräften in Sicherheit gebracht

Auch einen vermeintlichen Toten mussten die Rettungskräfte bei der Übung bergen

An insgesamt zehn Standorten im ganzen Flughafen erleben die Menschen während der Übung den plötzlichen Notfall. Im Terminal inszeniert sich eine Gruppe von Schauspielern als besorgte Angehörige - Stresstest für die Flughafenmitarbeiter. Der erfundene Ernstfall fand parallel zum normalen Flugbetrieb statt. Beeinträchtigungen für die 430 für Samstag geplanten Abflüge und Ankünfte am Flughafen gab es aber nicht.

Einsatzkräfte üben Zusammenarbeit

Ziel der Übung war es, die bestehenden Notfallpläne zu überprüfen und - wenn nötig - zu verbessern. "Alles ist wie geplant verlaufen. Die Auswertung wird zeigen, was gut war und was noch verbessert werden muss", sagte Flughafensprecher Thomas Kötter.

Flughäfen in NRW: Konkurrenzkampf Markt 06.03.2019 06:10 Min. Verfügbar bis 06.03.2020 WDR

Ein Schwerpunkt der Unfallübung war die Zusammenarbeit des Flughafens mit den unterschiedlichen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Sanitätern und Seelsorgern sowie den zuständigen Behörden. Alle zwei Jahre ist der Flughafen nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrt verpflichtet, so eine Übung durchzuführen.

Stand: 30.03.2019, 14:21