Klagewelle gegen Airlines in Köln und Düsseldorf

Eine Anzeigetafel am Flughafen zeigt viele annullierte Flüge

Klagewelle gegen Airlines in Köln und Düsseldorf

  • Reisende verklagen Fluggesellschaften
  • Häufig Eurowings betroffen
  • Dienstleister übernehmen Klagen für Fluggäste

Reisende verklagen immer häufiger ihre Airlines. Alleine am Amtsgericht Düsseldorf sind vergangenes Jahr über 12.000 Schadensersatzklagen in Bezug auf Flug-und Reiserecht eingegangen. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2017. Jede zweite Klage am Gericht richtete sich 2018 gegen Fluggesellschaften oder Anbieter von Pauschalreisen, wie die Justiz dem WDR bestätigte.

Reisende verklagen Fluggesellschaften

00:40 Min. Von Werner Czaschke

Eurowings besonders häufig betroffen

Grund für die Klagen sind meistens ausgefallene oder verspätete Flüge. Mit circa 4.000 Klagen traf es Eurowings im Jahr 2018 dabei besonders häufig. Die Airline hat im letzten Jahr stark expandiert. Viele Maschinen der insolventen Air Berlin konnten aber nur mit Verzögerungen übernommen werden, deshalb kam es immer wieder zu Flugausfällen.

Das Amtsgericht Köln hat bislang zwar keine genauen Zahlen erhoben. Nach Angaben einer Sprecherin ist die Anzahl der Verfahren in den letzten Monaten aber auch enorm angestiegen. Inzwischen stehe auch in Köln jede zweite eingehende Klage im Zusammenhang mit Flug-und Reiserecht.

Klage-Industrie übernimmt für Fluggäste

Laut Justiz ist aus den Klagen gegen die Fluggesellschaften längst eine Industrie geworden: Dienstleister helfen den Fluggästen dabei, Geld von den Airlines zurück zu bekommen. Ein lohnendes Geschäft, denn Reisenden winken bis zu 600 Euro Entschädigung bei Flugausfällen, die Dienstleister erhalten dann Provisionen.

Stand: 11.02.2019, 11:55

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