FIBO in Köln: Von der Muckibude bis zum Luxusstudio

Fibo

FIBO in Köln: Von der Muckibude bis zum Luxusstudio

  • Weltweit größte Messe für Fitness und Bodybuilding
  • Themenlandschaften mit Boxring und Schwimmbecken
  • Umsätze in Milliardenhöhe
  • Noch bis Sonntag (07.04.2019) in Köln

Es ist keine Messe zum Schlendern. Wer als Besucher auf der FIBO unterwegs ist, will sich bewegen und soll sich auch bewegen. Die Aussteller haben riesige Themenlandschaften aufgebaut. Wer gern boxt, geht in den Ring. Wer gern tanzt, geht auf die Bühne und wer gern schwimmt, der springt ins Becken. Denn selbst das ist in den Messehallen aufgebaut. "Es gibt im Pool zum Beispiel einen Yoga-Kurs. Die Teilnehmer können dabei auf einem Brett balancieren und dann Yoga machen, das ist einer der Trends", sagt FIBO-Chefin Silke Frank.

Die Hantelstange feiert ein Comeback

Fibo

Selbst aktiv werden können die Besucher der Fitness-Messe "Fibo"

Yoga im Pool ist eher etwas für die Betreiber von luxuriösen Fitnessstudios. An die Tradition der klassischen Muckibude schließt da schon eher ein anderer Trend an. In vielen Fitnessclubs wird wieder Platz gemacht, für die klassische Stahlhantel. Lange Zeit waren die vom Aussterben bedroht. "Das Hanteltraining kommt zurück in den Fitnessbereich", beobachtet Silke Frank. "Aber nicht so wie in den 80er Jahren. Heute wollen die Kunden nicht nur klassisches Bodybuilding betreiben, sondern nach der Hantelbank auf das Laufband oder in die Sauna."

Milliarden werden auf der FIBO umgesetzt

Jedes Jahr neue Trends, dass bedeutet für die Betreiber der Fitnessstudios jedes Jahr auch neue Investitionen. Egal ob McFIT, Fitness First oder Health City: wer Kunden gewinnen und dann auch halten will, muss immer wieder tief in die Tasche greifen.

"Unsere Clubs sind durchschnittlich 2.000 Quadratmeter groß. Da kommen für die Geräte schon mal schnell zwei Millionen Euro zusammen, alleine ein gutes Laufband kostet um die 25.000", rechnet Frank Böhme vor. Der Geschäftsführer der Kölner Fitnesskette JustFit nutzt die FIBO auch, um shoppen zu gehen. Viele internationale Hersteller sind dann mit Geräten vor Ort und wollen Geschäfte machen. Laut den Veranstaltern der FIBO werden auf der Messe zwei Milliarden Euro umgesetzt.

Ernährung wird immer wichtiger

Gerade die privaten Besucher holen sich auf der FIBO auch Tipps, wie sie sich während des Trainings richtig ernähren sollten. Denn in Köln gibt es extra einen Bereich, in dem gekocht wird und Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Besonders im Fokus stehen dabei die Proteine. Die gibt es als Pulver, Riegel oder in Getränken. Sie helfen grundsätzlich beim Aufbau der Muskeln und deren Regeneration. Aber Experten, wie Christine Graf, kritisieren diesen Trend. Die Wissenschaftlerin der Deutschen Sporthochschule sieht keinen Sinn in zusätzlichen Proteinen für Hobbysportler. "Das ist gutes Marketing und teuer! Wer sich ausgewogen ernährt und Hülsenfrüchte oder Molkereiprodukte in seinen Ernährungsplan integriert, bekommt genug Proteine."

Gesunde Ernährung für Sportler Servicezeit 25.03.2019 05:22 Min. UT Verfügbar bis 25.03.2020 WDR Von B. Brückner, B. Bonk

Stand: 04.04.2019, 14:23

Weitere Themen