Wasserkraftwerk in Eitorf schützt fortan Fische

Das Wasserkraftwerk Unkelmühle in Eitorf.

Wasserkraftwerk in Eitorf schützt fortan Fische

Von Lina Einenkel

  • Schutzprojekt für Fische startet in Regelbetrieb
  • An der Anlage wurde mehrere Jahre geforscht
  • Das Projekt hat fünf Millionen Euro gekostet

Am Wasserkraftwerk Unkelmühle in Eitorf ist am Mittwoch (08.05.2019) eine Anlage zum Fischschutz in den Regelbetrieb übergegangen.

Bereits 2009 hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW und der Betreiber innogy SE damit begonnen das Projekt zu planen. Vor fünf Jahren ist die Pilotanlage am Wasserkraftwerk Unkelmühle dann an den Start gegangen.

Fische schwimmen nicht in die Turbinen

Rechen drängen die die Lachse und Aale nach oben.

Sogenannte Rechen drängen die die Lachse und Aale nach oben.

Mit einem nach oben steigenden metallischen Rechen, werden die Lachse und Aale der Sieg zur Wasseroberfläche geleitet. Dort können die Fische dann über spezielle Ausgänge wieder in den Fluss gelangen und enden nicht in den Turbinen des Kraftwerkes.

Artenschutz und Energiegewinnung miteinander vereinbaren

Durch die neue Rechenanlage kann das Wasserkraftwerk Unkelmühle nicht mehr in vollem Umfang Strom erzeugen. Um dennoch Artenschutz und Energiegewinnung miteinander zu vereinbaren haben die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren genau daran geforscht und die Anlage angepasst.

Mit den neuen Maßnahmen für den Schutz der Lachse und Aale erzeugt das Wasserkraftwerk Unkelmühle acht Prozent weniger an Strom.

Andere Wasserkraftwerke profitieren von den Ergebnissen

Die jahrelange Forschung zeigt: mehr Fische passieren unbeschadet die Anlage. Von den Ergebnissen profitieren jetzt auch Wasserkraftwerke in NRW und ganz Deutschland. Das Projekt hat fünf Millionen Euro gekostet.

Stand: 08.05.2019, 13:26