Wuppertaler Museumsleiter Gerhard Finckh geht in Rente

Gerhard Finckh steht vor einer Skulptur und erzählt den Besuchern über diese

Wuppertaler Museumsleiter Gerhard Finckh geht in Rente

  • dreizehn Jahre Chef im Von der Heydt-Museum
  • fast zwei Millionen Besucher nach Wuppertal gelockt
  • mit zwei Ausstellungen verabschiedet er sich

Bevor Museumsleiter Gerhard Finckh in Rente geht, präsentiert er noch einmal die eigene hochkarätige Sammlung des Von der Heydt-Museums.

Die teuersten Künstler

weibliche Skulptur

Ab dem kommenden Sonntag (14.04.2019) ist die Ausstellung zu sehen. "1919 – 2019 Hundert Jahre Moderne" heißt sie. Von Max Beckmann über Marc Chagall bis Neo Rauch ist alles vertreten. In einem der Ausstellungsräume hängen Werke von Pablo Picasso und Gerhard Richter, flankiert von einer Skulptur des Bildhauers Alberto Giacometti. Zurzeit sind das die begehrtesten und teuersten Künstler auf dem Markt. Er wolle noch einmal ein bisschen klotzen, meint Finckh augenzwinkernd.

Vergessener Elberfelder

Für die zweite Ausstellung mit dem Titel "Der berühmteste Elberfelder, der jemals in Vergessenheit geriet" hat Finckh den Druckgrafiker Peter Schenck entdeckt. Im 17. Jahrhundert war er ein sehr erfolgreicher Künstler und Geschäftsmann. Weil er hauptsächlich in Amsterdam lebte, wurde Schenck in Fachkreisen den Niederländern zugeordnet. Ein Fehler, den das Von der Heydt-Museum jetzt korrigiert. 80 Druckgrafiken des Meisters werden, ebenfalls ab Sonntag (14.04.2019), dort zu sehen sein.    

Nachfolge nicht geklärt

Ausstellung im Von der Heydt-Museum

Am Freitag (12.04.2019) feiert Gerhard Finckh seinen 67. Geburtstag und Ende April den Abschied von seinem Museum. Er hat das Von der Heydt-Museum zu einem der renommiertesten Häuser in Deutschland geformt. Mehrmals gewannen die Wuppertaler den Titel "Museum des Jahres" oder "Ausstellung des Jahres". Wer auf Finckh folgt, bleibt bislang ein Geheimnis. 

Stand: 11.04.2019, 16:48