Kirchenaustritte bereiten dem Kölner Erzbistum Probleme

Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom leuchtet in der Sonne.

Kirchenaustritte bereiten dem Kölner Erzbistum Probleme

Von Udo Bühlmann

Die Bilanz des Erzbistums Köln für das Jahr 2020 ist negativ. Der Haushalt weist einen Fehlbetrag von vier Millionen Euro aus. 

Als Ursache nennt das Erzbistum erheblich gesunkene Einnahmen aus der Kirchensteuer. Das Aufkommen fiel 2020 um 31 Millionen Euro niedriger aus als im Jahr davor. Verantwortlich dafür sei unter anderem die Corona-Pandemie. Viele Kirchenmitglieder hätten, zum Beispiel durch Kurzarbeit, weniger verdient und damit weniger Kirchensteuer gezahlt, sagte ein Sprecher des Bistums.

Ein wesentlicher Grund für das große Minus im Bistumshaushalt ist die hohe Zahl der Kirchenaustritte. Insgesamt 38.000 Mitglieder traten im Erzbistum Köln im Jahr 2020 aus der Kirche aus. Im Jahr 2019 verließen im Erzbistum Köln rund 37.000 Christen die katholische Kirche.

Weiter drastisch sinkende Einnahmen

Der Trend sinkender Einnahmen wird sich voraussichtlich fortsetzen. Das Erzbistum Köln rechnet damit, dass in den kommenden Jahren die Einnahmen weiter sinken. Wegen der Kirchenaustritte und weil wegen der Bevölkerungsentwicklung die Zahl der Katholiken immer weiter sinken wird.

"In 40 Jahren werden sich unsere Ressourcen, also das Vermögen und die Einnahmen, halbiert haben", sagte ein Bistumssprecher. Das bedeutet Einsparungen.

Verwaltung auf dem Prüfstand

So will das Bistum die Verwaltung auf mögliche Einsparungen untersuchen. Auch bei Tagungshäusern werde gespart. So werde der Zuschuss des Erzbistums für die Tagungshäuser ab 2023 jährlich um eine Million Euro gekürzt.

Stand: 24.09.2021, 14:00