Kirchenhaushalt: Kölner Erzbistum rechnet mit einem dicken Minus

Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom

Kirchenhaushalt: Kölner Erzbistum rechnet mit einem dicken Minus

Von Holger Geyer

Das Kölner Erzbistum hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2019 vorgelegt. Es wurde ein Überschuss von mehr als 30 Millionen Euro erzielt. Für das laufende Jahr rechnet das Bistum allerdings mit einem genauso hohen Minus.

Das Kölner Erzbistum hat laut Finanzbericht vom Donnerstag 924 Millionen Euro erwirtschaftet. Etwa zwei Drittel davon kamen über die Kirchensteuer in die Kassen des Erzbistums.

Aus dem Ertrag finanziert die Katholische Kirche nach eigenen Angaben in erster Linie Seelsorge und Bildungseinrichtungen, die Caritas und die Altersversorgung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Schlechte Aussichten für 2020

Auch die kirchlichen Finanzen leiden unter der Corona-Krise. Für das laufende Jahr rechnet das Bistum mit einem Minus von 30 Millionen Euro. Kaum besser sind die Aussichten für die Jahre darauf. Bis 2022 könnten die Defizite allerdings aus Rücklagen aufgefangen werden. Danach müsse man sich neuen Gegebenheiten anpassen, denn durch Kirchenaustritte und demografische Entwicklung werde sich die Mitgliederzahl in den kommenden 40 Jahren halbieren.

Zusammenlegung von Pfarreien und Immobilienverkäufen

Mit Zusammenlegung von Pfarreien und Immobilienverkäufen will das Bistum gegensteuern. Besondere Sparmöglichen lägen bei den Immobilien, die die Kirche derzeit erfasst und bewertet. Immerhin besitzt das Erzbistum Köln 4.600 Gebäude, davon 1.200 Kirchen und Kapellen. Aktuell gilt Köln als eine der reichsten Diözesen der Welt, mit einem Vermögen von knapp vier Milliarden Euro.

 

Stand: 24.09.2020, 13:09

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